Offroad-Notizen: Wer die Wahl hat geht auf die Bahn oder kauft Würstchen

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Nicht nur die SPD hat gewählt. Auch die Schweizer Sport-Fans und die deutschen Sportjournalisten. Nino Schurter kam ins Endspiel, die deutsche Bronze-Staffel scheitert an Bayern München. Die Ride lässt Mountainbiker den Bahnradsport erklären und ein Deutscher Masters-Meister verkauft Würstchen. Offroad-Notizen mit Augenzwinkern.

Sportler des Jahres I. Auch Weltmeister und Weltcup-Gesamtsieger Nino Schurter (Scott-Swisspower) ist es (noch) nicht gelungen als erster Mountainbiker zum Sportler des Jahres der Schweiz gekürt zu werden. Aber immerhin: Er kam quasi ins Endspiel und ist bei der Publikumswahl Fünfter geworden, hinter Sieger Dario Cologna (Skilanglauf), Stanislas Wawrinka (Tennis), Roman Josi (Eishockey) und Matthias Sempach aus dem Schweizer Spezial-Sport Schwingen.

Immerhin ließ Schurter bei der Auswahl Weltstar Roger Federer (Tennis) und auch Straßenprofi Fabian Cancellara hinter sich.

Bei den Damen schafften es Jolanda Neff (Giant XC Pro) und Esther Süss (Wheeler-iXS) auf die Ränge acht und neun, die Kunstturnerin Giulia Steingruber gewann die Wahl.
Sehr bemerkenswert ist die Wahrnehmung des Mountainbike-Sports in der Ski-Nation Schweiz dennoch. Mit Marathon-Weltmeister Christoph Sauser (Specialized Racing) kam noch ein Biker auf Rang 14.

Übrigens: Für Jolanda Neff war eine ganz bestimmte Begegnung offensichtlich wichtiger als der achte Platz. Im roten Kleid und mit einer durchaus staatstragenden Frisur empfängt sie den Handkuss von.….

Sportler des Jahres II. Die deutsche Bronze-Staffel mit Georg Egger, Hanna Klein, Markus Schulte-Lünzum und Manuel Fumic wurde hinter dem FC Bayern München in Deutschland zur zweitbesten Mannschaft des Jahres gekürt..,hmm, pardon, kurz geträumt.
Nein, das hat die Sportjournalisten nicht gejuckt. Auch WM-Silber von Manuel Fumic hat sie nicht bewegt.

Hemden-Zerrreißer Robert Harting (Diskus) machte das Rennen, da kam auch Formel-Eins-Weltmeister Sebastian Vettel nicht vorbei. Vielleicht sollte Manuel Fumic mal die Baggy-Shorts anzünden…Oder so.

Auch Sabine Spitz (Haibike) reichte es dieses Jahr nicht unter die besten 20. Nach einer Saison, geprägt von zwei schwerwiegenden Verletzungen, war das auch nicht verwunderlich.
Da half auch der zweite Weltcup-Sieg ihrer Karriere nicht zu ausreichend Aufmerksamkeit unter den Sportjournalisten.
Immerhin: Mit Gewinnerin Christina Obergföll aus Offenburg ist Sabine Spitz ganz gut befreundet. Man dürfte sich in Baden Baden an der Bar getroffen haben.

Die Kollegen von ride.ch haben sich um den Bahnradsport verdient gemacht. Endlich erklärt hier mal jemand vernünftig wie das in dem Oval überhaupt funktioniert. Wer könnte das besser als eine Hand voll Schweizer Mountainbiker, die sich in der Halle selbstredend wie Zuhause fühlen.

Auch wenn der Dialekt für Nicht-Schweizer manchmal nicht so recht nachvollziehbar ist, es lohnt, sich das Video zu Gemüte zu führen. Macht nichts, wenn man den Dialekt nicht versteht, die Protagonisten Schurter, Flückiger, Freiburghaus, Giger, Gujan und Co., die verstehen ihn ja auch nicht, den Bahnradsport. Vielleicht ist ihnen auch nur schwindlig geworden vom vielen Im-Kreis-Fahren.

Beim Team Firebike Drössiger bleibt die Kern-Mannschaft 2014 unverändert. Der mehrfache Deutsche Meister in der Mastersklasse, Max Friedrich, führt das Team an, das sich vor allem auf den Marathon-Strecken tummelt. Neu hinzugekommen ist der 21-jährige Mirko Schmitz.

Friedrich lässt dann auch noch wissen, dass er künftig Würstchenverkäufer wird. Unter dem Label MaXalami vertreibt er ein Würstchen und eine Nähnadel, mit der man vor allem in Rennen sehr schnell einen Reifendefekt beheben kann.
Das System sei aus Südafrika wohl bekannt. Wer es nicht glaubt, kann hier mal gucken.
Was es nicht alles gibt…