Perskindol Swiss Epic#3: Flückiger/Buchli klettern am schnellsten

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Mathias Flückiger und Lukas Buchli gewinnen in Grächen ihre zweite Etappe ©Marius Maasewerd/EGO-Promotion

Mathias Flückiger und Lukas Buchli haben mit ihrem zweiten Etappensieg ihren Vorsprung in der Gesamtwertung der ersten Perskindol Swiss Epic ausgebaut. Die beiden Schweizer (Stöckli-BiXS) distanzierten Daniel Geismayr und Jochen Käß von Centurion-Vaude auf der dritten Etappe von Leukerbad nach Grächen um 1:28 Minuten. Das BMC Racing Team 1 mit Ralph Näf und Lukas Flückiger kommt immer besser in Fahrt und eroberte als Dritte (+2:38) zum ersten Mal das Podest.

Auf den 68 Kilometern des vierten Swiss Epic Tages, zersplitterte das Feld auf dem Weg zum höchsten Punkt des Tages bei Kilometer 45. Nach 15 Kilometern Anstieg und nach jeweils kurzen Abfahrten noch zweimal gut zwei Kilometern lagen Stöckli-BiXS und Centurion-Vaude bereits alleine in Front.
Näf und Lukas Flückiger lagen an der Moosalp etwa eine Minute zurück auf Rang drei.
Im letzten, rund fünf Kilometer langen, Anstieg, begann das Duell der beiden Spitzenteams um den Etappensieg.

„Lukas und Mathias hatten eine kleinere Übersetzung gewählt und konnten flüssiger treten. Etwa bei der Hälfte des Anstiegs konnten wir sie dann nicht mehr halten“, erklärte Jochen Käß wie die Entscheidung zustande kam.
„Es war einmal mehr sehr hart heute. Mir kam die Steilheit im letzten Anstieg entgegen. So haben wir angegriffen und konnten sie distanzieren“, erklärte Matthias Flückiger, bevor er sich erst mal schlafen legte.

In der Gesamtwertung sind es jetzt 2:51 Minuten, die Käß und Geismayr vom Gelben Trikot trennen. Ob noch mal ein Angriff möglich ist? „Wir haben es heute schon ein paar Mal probiert, aber die beiden sind absolut auf der Höhe. Wir werden natürlich unsere Chance suchen, zumal wir nach hinten auch etwas Luft haben. Doch man muss auch sagen, dass Lukas und Mathias nicht unverdient auf Platz eins stehen“, meint Käß.

BMC holt sich ein Polster im ersten Downhill

Das BMC Racing Team 1 verbesserte sich in der Gesamtwertung von Rang fünf auf drei (+10:51). „Bei uns wird es jeden Tag besser oder die anderen werden einfach müder. Wir haben gleich am ersten kurzen Anstieg Gas gegeben, damit wir als Erste in den Downhill rein kommen“, erklärt Ralph Näf.

So können die beiden Top-Abfahrer mit rund 50 Sekunden Vorsprung in den langen Anstieg hinein gehen und davon zehren. „Dann kannst du deinen eigenen Rhythmus fahren, das bringt schon viel“, so Näf. „Wir wollen das Podium jetzt heimbringen. Morgen wird es aber noch mal knüppelhart.“

Bulls: Nicht groß versucht mitzufahren

Topeak-Ergon mit Robert Mennen und Alban Lakata hatten in Grächen auf Platz vier bereits 8:09 Minuten Rückstand, ließen aber den dreifachen Cross-Country-Weltmeister Nino Schurter und sein Pendant Florian Vogel (Scott-Odlo) um 1:28 Minuten hinter sich.

Urs Huber und Karl Platt erreichten als Sechste das Ziel in Grächen und liegen auf diesem Rang auch in der Gesamtwertung. Bei Huber sind die Bronchien zwar wieder frei, aber die beiden Bulls-Fahrer sind nicht in der Verfassung, um vorne mitzufahren.

„Wir wussten, dass wir nach der langen Saison so oder so nicht mehr in der Top-Form sind. Heute haben wir gar nicht mehr groß versucht mitzufahren. Wir wollen uns jetzt auch nicht mehr so quälen, sondern versuchen das anständig zu Ende zu bringen“, erklärt Urs Huber.

Sauser mit Schmerzen im Knie
Die beiden Schweizer bleiben Vierte vor der Deutsch-Österreichischen Paarung. Für Specialized-Duo Christoph Sauser und Jaroslav Kulhavy ging es nach Sausers schwerem Sturz vom Vortag nur noch ums Durchkommen. Der Schweizer und der Tscheche kamen mit 34: 28 Minuten Verspätung als Zwölfte ins Ziel.

„Wenn ich Druck gebe, dann sticht es im Knie. Ich konnte den letzten Anstieg nicht mehr fahren, sondern musste alles laufen“, erklärt Sauser den großen Rückstand. „Bis nach Zermatt komme ich schon noch, halt ein bisschen langsamer“, meinte er mit einer Prise Sarkasmus. Er sei auch schon nicht ganz gesund in die Swiss Epic hinein gegangen.

Bei den Damen bleibt der Status Quo erhalten: Annika Langvad/Ariane Kleinhans gewinnen auch am vierten Tag vor Esther Süss/Hielke Elferink und Andrea Kuster/Kristin Aamodt.

Die vorletzte Etappe am Freitag führt in einer Schleife in 73 Kilometern um Grächen und hat zwei heftige Anstiege im Programm.

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