Ralph Näf: Sturz-Verletzung beim letzten Wettkampf

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Karriere doch noch abrupt beendet: Ralph Näf ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion

Ein allerletzter Wettkampf nach Maß war ihm nicht mehr vergönnt. Ralph Näf vom BMC Racing Team ist am ersten Tag des Perskindol Swiss Epic gestürzt und hat sich so an der Schulter verletzt, dass er das Etappenrennen nicht mehr fortsetzen kann. Damit ist die Profi-Karriere des 35-jährigen Schweizers mit dem heutigen Montag beendet.

„Das gehört zu eben zu unserem Sport und ist mir schon tausend Mal passiert.“ So kommentiert Ralph Näf gegenüber acrossthecountry.net seinen Sturz und das damit verbundene unglückliche Ausscheiden aus dem Swiss Epic. Der Wettkampf, der sein letzter als Profi sein sollte, ist also vorzeitig beendet. Im Juli hatte er das Ende seiner Profi-Karriere für September angekündigt. Näf schien das fast – pardon – auf die leichte Schulter zu nehmen.

„Besser jetzt als mitten in der Saison“, meinte er und auch dass ihm ein schöner Abschied nicht vergönnt ist, versuchte er zu relativieren. „Ich habe den Abschied ja etappenweise genommen. Sicher wollte ich das Swiss Epic noch seriös zu Ende bringen. Aber es ändert nichts mehr an meiner Karriere, ob da jetzt eine 1, 2, 3 oder ein DNF hinter meinem Namen steht.“

Die Bänder in der linken Schulter, so die Diagnose im Hospital, seien „gequetscht“, eine Operation nicht nötig, nur Ruhe. In einer technischen Passage war das Vorderrad weg gerutscht und Näf flog auf seine linke Seite. „Ich habe gleich gespürt, dass da was nicht in Ordnung ist. Mir ist sofort schwindlig geworden“, berichtet Näf.

Mit Partner Lukas Flückiger fuhr er den Prolog mit Schmerzen zu Ende, konnte aber den Lenker kaum noch halten.

„Vielleicht finde ich es in zwei, drei Tagen richtig ärgerlich, aber was hilft’s. Meine letzte Saison ist fast zu perfekt verlaufen. Keine Stürze, keine Defekte. Jetzt hat es mich halt doch noch erwischt.“

Am 24. Oktober veranstaltet Ralph Näf sein Abschiedsrennen. Bis dahin, hofft er wieder fit zu sein. Ob Lukas Flückiger das Rennen alleine fortsetzen wird, war am frühen Montagabend noch nicht klar.