Rio Olympia-Notizen(13): Noch mehr windige Geschichten

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Das Olympia-Gelände in Deodoro

Leider haben die Windböen über der olympischen Mountainbike-Strecke am Donnerstag noch ein Opfer gefunden. Yannick Lincoln aus Mauritius ist ebenfalls gestürzt und hat sich das Bein gebrochen. Von Moritz Milatz (Kreidler Werksteam) kam derweil Entwarnung. Seine Rippenprellung ist nicht allzu schlimm.

 

Das sind windige Geschichten. Drei Knochenbrüche wegen Windböen, die über die Strecke wehen und Sprünge zu einem Lotteriespiel machen, sind drei zu viel. Welche Art von Bruch Yannick Lincoln genau erlitten hat, ist dem Autor derzeit nicht bekannt. Aber ihn hat es wohl am schlimmsten getroffen.

Doch auch der Schlüsselbein-Bruch von Katarzyna Solus-Miskovic und der Daumenbruch von Irina Kalentieva wiegen schon schwer genug. (Kalentieva ist zuversichtlich, das sie dennoch “ein gutes Rennen fahren” kann).

Moritz Milatz hat Glück gehabt. “Alles okay”, gab Bundestrainer Peter Schaupp am Freitagvormittag zu Protokoll. Die Rippenprellung hält sich in Grenzen.

Die Verantwortlichen vom Radsport-Weltverband UCI sind noch mal an die Strecke gegangen, doch ob Maßnahmen getroffen werden, ist noch offen.

 

Wetterprognosen freundlicher

Die Windgeschwindigkeiten sind am heutigen Freitag aber deutlich geringer und auch für Samstag sind noch weniger prognostiziert. Am Sonntag zum Herren-Rennen steigen sie wieder an, allerdings nicht auf den Wert vom Donnerstag.

Insofern könnte sich das Problem auch von alleine erledigen.

Die Wetterprognosen allgemein haben sich verbessert. Am Samstag soll es ganz trocken bleiben und inzwischen ist das Regenrisiko für das Herren-Rennen auf 20 Prozent gesunken. Erst danach sollen stärkere Regenfälle über Deodoro herunter gehen.