Rio Olympia-Notizen(15): Fahnenträger, Sagan, Regen

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Viele sind gespannt auf Straßenweltmeister Peter Sagan

Die Schweizer Fahne wird bei der Schlussfeier von einem Mountainbiker ins Stadion getragen. Ein Experte erwartet Straßenweltmeister Peter Sagan unter den besten 15. Und was macht der Regen? Letzte Olympia-Notizen vor dem olympischen Herren-Rennen in Rio de Janeiro, respektive Deodoro.

 

Nino Schurter (Scott-Odlo) darf bei der Schlussfeier im Maracana-Stadion die Schweizer Fahne tragen. Nino Schurter hat in Peking 2008 und in London 2012 bereits je eine Olympiamedaille gewonnen. Egal wie das Rennen in Rio heute ausgeht: Nino ist ein großartiger Athlet und ein Aushängeschild für den Schweizer Sport“, wird Ralph Stöckli, der Chef de Mission von Swiss Olympic in einer Pressemitteilung zitiert.

Nino Schurter sei über die Wahl zum Fahnenträger hoch erfreut: „Ich übernehme diese Aufgabe sehr gerne! Es wird ein ganz spezielles Erlebnis sein, zum Abschluss dieser Olympischen Spiele zusammen mit den anderen Schweizer Athletinnen und Athleten ins Maracanã einzulaufen“.

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Christoph Sauser, so genannter Performance Manger bei Specialized, ist bei den Olympischen Spielen für Dänemark akkreditiert, betreut aber alle Fahrerinnen und Fahrer aus dem Specialized-Lager. Auch Peter Sagan. Über den slowakischen Straßenweltmeister sagt Sauser Folgendes:

„Peter ist ein guter Typ, es macht Spaß mit ihm zu arbeiten. Er hat alles, was man braucht: Die Kraft, die Ausdauer, die Technik und auch den Kopf. Aber es harmoniert noch nicht zusammen. Das wird ihn im Rennen zunehmend Kraft kosten und die Gefahr eines Defekts steigt. Aber ich glaube schon, dass er es unter die besten 15 schafft.“ Da werden die Sagan-Fans schlucken.

Aber Christoph Sauser hat sich auch mit der Prognose bezüglich Annika Langvad verrechnet. Die Weltmeisterin sah er als Goldmedaillengewinnerin und am Ende wurde es nur Rang elf.

Die meisten Experten und Konkurrenten erwarten Sagan weiter vorne. Nicht in den Medaillenrängen, aber zwischen fünf und zehn. Wir werden sehen.

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In Deodoro hat es in der Nacht und am Morgen teilweise stark geregnet. Außer ein paar Pfützen hat es den olympischen Kurs aber nicht wirklich verändert, echtes Moritz-Milatz-Bedingungen sind es nicht.

Alles bleibt fahrbar, es wird höchstens etwas langsamer. Die Felspassagen könnten durch den Dreck, der sich dort mit der Zeit ablagert allerdings etwas rutschiger werden.

 

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So sieht das nach am Morgen vor dem olympischen Herren in Deodoro aus