Rothaus Bike Giro: Interessante Premieren-Besetzung

FOTO | Simon Stiebjahn: Fahrer und Streckenplaner in Personalunion ©Ralf Pfründer 

 

Das neue, viertägige Format Rothaus Bike-Giro hat eine interessante Mixtur im Fahrerfeld zu bieten. Von bekannt starken Marathon-Bikern über Sportler aus dem U23-Talentschuppen bis zu top Cross-Country-Fahrern stehen auf der Meldeliste des mit S2 dotierten Etappenrennens im Hochschwarzwald, das am Donnerstag beginnt. 

 

Das Format mit einem 18,9 Kilometer langen Auftakt-Zeitfahren in Rothaus am Donnerstag und Etappen, die keine echten Marathon-Distanzen sind, aber auch mehr als eine Cross-Country-Länge besitzen und diese Mischung an Athleten macht es schwer eine Prognose zu wagen.

Einer, der sich auf allen Distanzen wohl fühlt, ist Simon Stiebjahn (Team Bulls). Dass er selbst auch noch für die ausrichtende Agentur Sauser Eventmanagement die Streckenführung entwickelt hat und im Hochschwarzwald zuhause ist, das spricht dann noch mehr für den Deutschen Vize-Meister im Cross-Country.

Doch der Heimvorteil ist nicht alles. Seine Gegner sind unter anderem: Jens Schuermans (Scott-Creuse Oxygen) aus Belgien, der dieses Jahr beim Weltcup in Andorra schon 15. war.

Er hat allerdings den Nachteil, dass er vom Weltcup aus Kanada anreisen und damit auch mit dem Jetlag kämpfen muss. Das gilt auch für den Schweizer Fabian Giger (Kross Racing) und für Martin Gluth (OMX Pro Team).

Nicht in Kanada war Nicola Rohrbach (goldwurstpower.ch/Felt). Und als Einer, der schon zweimal beim Cape Epic auf dem Gesamtpodium stand, muss man den Schweizer auf der Rechnung haben.

Sascha Weber ein Kandidat fürs Podium

Das gilt auch für Sascha Weber (Craft Rocky Mountain). Der Marathon-EM-Zweite von 2015 kann beim Rothaus Bike Giro sicherlich vorne mitmischen. Das erwartet man im Grunde auch von Moritz Milatz, der seinen Kreidler-Teamkollegen Markus Bauer und Andreas Seewald unterstützt werden kann. Sofern die nicht selber eine Option sind. Auf einen Etappensieg sowieso.

Gespannt sein darf man auch auf Julian Schelb (Stop&Go Marderabwehr), sowie mit Matthias Bettinger (Lexware) noch so ein Hochschwarzwälder. Auch der Österreicher Christoph Soukup (Texpa-Simplon) ist eine Karte, auf die man setzen kann.

Ein U23-Trio von Lexware nimmt den Bike Giro zwar vor allem als Vorbereitungs-Baustein in Richtung Weltcup-Finale im Val di Sole, doch ganz außer acht lassen sollte man Max Brandl, Luca Schwarzbauer und Vinzent Dorn nicht.

Damen: Morath contra Spitz

Bei den Damen kommt es zu einem interessanten Aufeinandertreffen von Sabine Spitz (Wiawis), die den Bike-Giro-Vorgänger Trans-Schwarzwald 2015 gewonnen hat, Adelheid Morath (Bikesportworld) und Elisabeth Brandau (EBE Racing), die bei der Trans-Schwarzwald im vorigen Jahr erfolgreich war.

Sie kommt nach der Geburt ihres zweiten Kindes zurück ins Wettkampf-Geschehen. Wie stark, das wird sich zeigen.

Das Podest dürfte heiß umkämpft sein, denn mit der Niederländischen Marathon-Meisterin Hielke Elferink steht eine weitere starke Fahrerin am Start.

Morath und Spitz haben dieses Jahr bereits Top-Resultate im Weltcup vorzuweisen, so dass sie wohl als favorisiert gelten müssen.

Die Etappen

Die zweite Etappe führt am Freitag mit Start und Ziel in Grafenhausen-Rothaus in einer langgezogenen Schleife über 65,4 Kilometer und 1450 Höhenmeter. Am Samstag wird am Feldberg gestartet. Dann kommen auf 76,6 Kilometern 2340 Höhenmeter zusammen. Das sei sein „persönliches Highlight“ sagt Streckenplaner Stiebjahn. Da könne man das Bikerevier Hochschwarzwald „von seiner schönsten Seite zeigen.“

Am Schlusstag führen 54,6 Kilometer vom Feldberg unter anderem nach Menzenschwand und an den Schluchsee und Todtnau, ehe es hinauf geht zum Leistungszentrum Herzogenhorn und dann wieder hinüber zum Feldberg, respektive dessen Talstation.

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