SA-Cup Rhebokskloof: Zwei Deutsche im Pech, eine Schweizerin im Glück

U23-Weltmeister Sam Gaze (Specialized Racing) hat den SA-Cup in Rhebokskloof, Südafrika, gewonnen. Der Neuseeländer profitierte von einem Defekt bei Manuel Fumic (Cannondale Factory Racing), der am Ende hinter Mathias Flückiger (Radon Factory Racing) und Nicola Rohrbach (Goldwurstpower-Felt) Vierter wurde. Auch Fumic Teamkollegin Helen Grobert wurde beim Sieg von Kathrin Stirnemann (Radon Factory Racing) durch Defekt zurückgeworfen. Im Junioren-Rennen stand ein Deutscher ganz oben.

Manuel Fumic hatte Anfang der dritten von sieben Runden die Führung übernommen und nach Runde vier 38 Sekunden Vorsprung herausgefahren, als er im Vorderrad einen schleichenden Plattfuß registrierte, der ihn schließlich an die Box zwang.

Das verringerte Tempo von Fumic hatte Gaze da bereits dazu benutzt, um aus einer Verfolgergruppe um Matthias Flückiger (Radon Factory Racing) und Nicole Rohrbach (Goldwurstpower-Felt) heraus zum Kirchheimer aufzuschließen.

Fumic fiel durch seinen Stopp auf Position fünf zurück, kämpfte sich aber bei windigen Verhältnissen Ende der vorletzten von sieben Runden wieder zu Flückiger und Rohrbach zurück.

Flückiger griff auf dem staubigen Kurs in einer Downhill-Passage an und riss eine kleine Lücke. Fumic hatte fünf Sekunden, Rohrbach lag dazwischen. Doch einen Kilometer später war die Gruppe wieder zusammen.

Fumic kämpft um Platz zwei – vergeblich

Dann versuchte Manuel Fumic, wenige hundert Meter vor dem Ziel vor einer Kurve in einer engen Passage an Flückiger vorbei zu jagen. Er war fast schon vorbei als Rohrbach vor der Kurve etwas ausholte, so dass für Fumic dann der Platz ausging. Er fuhr geradeaus ins Gebüsch und musste vom Bike, während Flückiger innen durch schlüpfen konnte.

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Attacke! Manuel Fumic ist von hinten bereits an Mathias Flückiger vorbei, als Nicola Rohrbach eine Ausholbewegung macht. Wodurch Manuel Fumic der Platz ausgeht ©Screenshot 360live

Obschon er nochmal alles versuchte, reichte es im Sprint nicht mehr an Nicola Rohrbach vorbei. Eine Sekunde vorher hatte Matthias Flückiger die Ziellinie als Zweiter, 53 Sekunden hinter Sam Gaze (1:29:40 Stunden) überquert.

„Schade, ich denke, ich hätte es vorne durchgezogen, ich habe mich sehr gut gefühlt. Trotzdem war es ein guter Abschluss eines guten Trainingslagers“, kommentierte Fumic seinen vierten Rang (+0:54).

Stiebjahn und Gluth zufrieden

Rang sieben und acht machten Simon Stiebjahn (Team Bulls) und Martin Gluth (OMX Pro Team) unter sich aus, nachdem sie den lange in der Verfolgergruppe mitfahrenden Marcel Guerrini (Focus XC) hinter sich gelassen hatten.

Stiebjahn gewann den Sprint und überquerte mit 3:26 Minuten Differenz die Ziellinie.

Für Beide diente das Rennen als Cape-Epic-Vorbereitung.

„Ich war überrascht wie gut es ging. Diese Woche hatte ich nochmal einen harten Trainingsblock und heute war der fünfte Tag. Dementsprechend war ich nicht ganz frisch. Aber Platz sieben kann sich bei dem Feld sehen lassen. Jetzt freu ich mich auf die Ruhewoche die vor mir liegt“, meinte Simon Stiebjahn.

„Ich habe noch nicht viel Intensitäten trainiert, dafür lief es super. Der Abstand zum Sieger ist okay“, meinte Martin Gluth.

Guerrini wurde vor Simon Andreassen (Specialized Racing) Neunter (+4:38).

 

Damen: Stirnemann feiert ersten Sieg im Radon-Trikot, Grobert im Pech

Die Schweizerin Kathrin Stirnemann dominierte das Damen-Rennen. Nach fünf Runden überquerte sie in 1:16:21 Stunden die Ziellinie und lag damit 1:14 Minuten vor der Britin Annie Last (OMX Pro Team).

Bereits in der zweiten Runde war Stirnemann in der Lage sich entscheidend abzusetzen. „Großartig, die Saison mit einem Sieg zu beginnen“, schrieb sie auf Instagram.

Helen Grobert, die als Vierte, vier Sekunden nach Stirnemann in die zweite Runde eingefahren war, musste in dieser Schleife einen längeren Stopp in der Technischen Zone einlegen. Ein Pedal musste gewechselt werden. Grobert verlor fünf Minuten und fiel auf Position 17 zurück.

Von dort aus kämpfte sie sich noch bis auf Rang sechs nach vorne und überquerte die Ziellinie mit 8:17 Minuten Rückstand auf Stirnemann.

„Happy bin ich über das Ergebnis nicht, aber meine Leistung war gut“, fand Grobert.

Auf den Plätzen drei und vier landeten die Südafrikanerin Cherie Redecker (+1:44) und die Schweizer Marathon-Spezialistin Ariane Lüthi (Team Spur, +3:59), dann folgte mit Mariske Strauss (OMX Pro) eine weitere Südafrikanerin.

UCI Junior Serie: Pirmin Sigel kontrolliert die Konkurrenz

Pirmin Sigel vom Bike Junior Team powered by Bulls hat einen Urlaubs-Aufenthalt bei der

 Pirmin Sigel_Suedafrika_by Sigel
Pirmin Sigel auf dem Weg zum Sieg bei den Junioren ©Sigel

Verwandschaft genutzt, um das als UCI Junior Serie ausgeschriebene Junioren-Rennen zu bestreiten.

Der DM-Zwölfte des vergangenen Jahres konnte die Konkurrenz über fünf Runden prompt gewinnen.

In der zweiten Runde ließ er gemeinsam mit dem Südafrikaner Johann Trotzky den Rest der Konkurrenz zurück.

„Ich konnte das Rennen gut kontrollieren. In der letzten Runde habe ich richtig Gas gegeben“, beschreibt Sigel, wie er den Wettkampf nach 1:11:22 Stunden mit 33 Sekunden Vorsprung schließlich für sich entscheiden und wertvolle Punkte mit nach Hause nehmen konnte.

Dritter wurde der Schweizer Nico Zünd (+1:54).