Schweizer Meisterschaft Lostorf: Schurters Qualitäten – Neff optimal

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Flying Circus: Nino Schurter kann’s auch mal ohne Bodenkontakt ©Radsportphoto.net/Swiss Cycling

Nino Schurter (Scott-Odlo) hat sich zum dritten Mal in Folge den Titel des Schweizer Meisters gesichert. Der Weltmeister setze sich gegen Fabian Giger (Giant Pro XC) und Florian Vogel (Scott-Odlo) durch.
Bei den Damen gelang Favoritin Jolanda Neff (Liv Pro XC) der erste Elite-Titel vor Kathrin Stirnemann (Sabine Spitz-Haibike) und Esther Süss (Wheeler-iXS).

Bis zur vorletzten Runde kämpfte bei regnerischen Bedingungen in Lostorf eine dreiköpfige Spitzengruppe um den Sieg. Der überraschend starke BMC-Fahrer Reto Indergand hatte sich nach der zweiten von acht Runden aus der Spitzengruppe verabschiedet und war dann lange Zeit alleine hinter dem Trio Nino Schurter, Florian Vogel und Fabian Giger hergefahren.

In der vorletzten Runde packte dann Nino Schurter seine besonderen Qualitäten aus, die so kaum ein anderer zur Verfügung hat. Er beschleunigte und riss rasch eine Lücke von rund zehn Sekunden auf Fabian Giger, der energisch versuchte ihm zu folgen.

Das gelang ihm zwar nicht, doch er distanzierte damit Florian Vogel und eroberte mit 13 Sekunden Rückstand auf Schurter die Silbermedaille. Dessen Teamkollege Vogel wurde weitere elf Sekunden zurück Dritter.

„„Es war ein sehr schnelles Rennen, welches angesichts der Wetterbedingungen nicht ganz leicht war. Aber ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung, denn die Konkurrenz war wirklich stark heute“, wird Nino Schurter auf SwissCycling.ch zitiert.

Vierter wurde noch Lukas Flückiger, der sich in der Reifenwahl vergriffen und auf Schlammreifen gesetzt hatte. Irgendwann entschied er sich zu wechseln und schaffte dann aus der Verfolgergruppe heraus den Anschluss an Teamkollege Indergand, den er auf Rang fünf verwies.

Damen: Jolanda Neff in einer eigenen Liga
Mit der Konkurrenz musste sich Jolanda Neff bei ihrer ersten Elite-Meisterschaft nicht lange beschäftigen. Die Weltranglistenerste stürmte ohne Rücksicht auf irgendwelche Spannungs-Elemente in ihrer eigenen Liga los und vergrößerte ihren Vorsprung mit permanenten Rundenbestzeiten auf 5:30 Minuten. „Es lief alles optimal“, freute sie sich über ihr erstes Elite-Gold. Wohl wahr.

Silber ging an Kathrin Stirnemann, die gemeinsam mit Jolanda Neff ein Höhentrainingslager am Berninapass absolviert hatte. Stirnemann setzte sich sofort an die zweite Position und baute sie bis zur vorletzten Runde immer weiter aus.
Zum Schluss waren es im strömenden Regen dann noch 47 Sekunden auf Esther Süss, die sich im Kampf um Bronze gegen Titelverteidigerin Katrin Leumann (Ghost Factory Racing) durchsetzte.
In der drittletzten Runde schloss Süss zu Leumann auf und hängte sie in der nächsten 4,2-Kilometer-Schleife ab.

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