Sparkasse Trans-Zollernalb#1: Perfektes Bulls-Teamwork für Stiebjahn

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Simon Stiebjahn gewinnt in Balingen vor Matthias Pfrommer und Hannes Genze (verdeckt). ©Erhard Goller

Simon Stiebjahn hat die Auftakte der Sparkasse Trans Zollernalb 2014 gewonnen. Der Bulls-Biker gewann in Balingen nach 56 Kilometern vor Matthias Pfrommer (Haico Racing) und Hannes Genze (Centurion-Vaude). Bei den Damen schlüpfte Jana Zieschank (tomotion racing by black tusk) ins Gelbe Trikot

Auf der ersten Etappe der Sparkasse Trans Zollernalb kommt es traditionell zu einer Sprint-Ankunft. Und wenn man den Deutschen Sprint-Meister in seinen Reihen hat, ist es fast logisch, dass man diesem als Team den Teppich ausrollt. Das Team Bulls, ohnehin das zahlenmäßig stärkste Team, tat das an diesem Freitag gleich zweimal.

Bei der Sprint-Wertung in Rosenfeld-Bickelsberg nach zirka einer Stunde Rennzeit verwandelte Stiebjahn die Vorlage seiner Teamkollegen und kassierte neben Prämie auch drei Bonus-Sekunden. Matthias Pfrommer wurde Zweiter, hinter ihm schnappte sich Kreidler-Fahrer Matthias Leisling noch eine Bonus-Sekunde.

Die Spitzengruppe lief wieder zusammen und es passierte eine 15 Fahrer starke Gruppe Rosenfeld. Das Team Bulls konzentrierte sich darauf auch für die Zielankunft ihren Super-Sprinter in Stellung zu bringen.

Weil die Anfahrt ins Ziel sehr eng und kurvig ist, fiel schon an der Überquerung der Eyach rund 500 Meter vor dem Ziel die Entscheidung.
Der Deutsche Meister Tim Böhme setzte sich als letzter des Bulls-Quartetts an die Spitze. „Tim ist noch mal eine ganz starke Führung gefahren“, so Stiebjahn zur Tempoarbeit von Böhme.

Stiebjahn vollendet

Die Vorarbeit vollendete Simon Stiebjahn mit einer Attacke, die ihm gleich einen kleinen Vorsprung brachte. Dann zog er seinen langen Sprint bis zum Marktplatz. „Die Teamarbeit hat super funktioniert, die Jungs haben mich immer aus dem Wind gehalten. Ich muss mich bedanken. Bonus-Sekunden, Etappensieg, Gelbes Trikot, besser hätte es nicht laufen können“, kommentierte Stiebjahn.

Matthias Pfrommer wurde knapp geschlagen Zweiter. „Klar, ich hätte gerne das Gelbe geholt, aber es war klar, dass es gegen Simon schwer wird. Hinter dem Deutschen Sprint-Meister Zweiter zu werden, ist keine Niederlage. Ich habe mich halt immer versucht an seinem Hinterrad aufzuhalten, weil klar war, dass Bulls für ihn fährt“, so Pfrommer.

Hannes Genze ärgerte sich nach seinem dritten Platz ein wenig. „Dumm angestellt“, meinte er trocken. Er sei zwar schon dreimal abgehängt gewesen, aber dann doch wieder in der vorderen Gruppe gelandet.
Erst sei er in der Anfahrt zum Ziel zu weit hinten gewesen und als er sich nach vorne gearbeitet habe, sei ihm ein Fehler unterlaufen. Im Grunde hat ihn seine Erinnerung im Stich gelassen.

„Ich dachte, jetzt kommt die Rechtskurve und habe aufgehört zu treten. Aber sie kam noch nicht. Und dadurch hat Simon eine Lücke gehabt. Matthias ist dann noch mit Kampflinie an mir vorbei gefahren“, erklärte Genze, der mit zwei Sekunden Rückstand ins Ziel rollte.

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Markus Kaufmann (links) und der Deutsche Meister Tim Böhme: Ob sie schon die Samstags-Etappe auskungeln? Am Freitag lagen sie auf Rang vier und fünf ©Erhard Goller

Kaufmann: Alles unter Kontrolle
Titelverteidiger Markus Kaufmann (Centurion-Vaude) wurde Vierter (+0:04), direkt vor Tim Böhme. „Ich habe eigentlich mehr Attacken von Bulls erwartet. Wir hatten alles unter Kontrolle. Mir war klar, dass ich heute auf der Sprint-Etappe nichts reißen kann. Morgen gibt es längere Anstiege für mich“, sagte Kaufmann.
Auf der Königsetappe am Samstag, die von Balingen bis Albstadt führt, wird allgemein ein Duell mit Tim Böhme erwartet.

„In den Anstiegen habe ich mich gut gefühlt, aber Markus war da auch unheimlich stark. Morgen wird das Klassement gemacht. Wenn Stiebi über die Berge mitkommt, können wir natürlich auch für ihn fahren. Er ist auch ein schneller Abfahrer“, erklärte der Wahl-Frankfurter.
„Mir war es wichtig Stiebi heute für seine Arbeit bei der DM was zurück zu zahlen“, meinte Böhme noch.

Damen: Zieschank trotz Sturz Etappensiegerin

Bei den Damen war die Deutsche Meisterin Silke Schmidt (München) die Schnellste. Allerdings war die Vorjahres-Zweite nur als Tagesstarterin unterwegs. „Schade, dass ich das Gelbe Trikot nicht überstreifen kann. Es hat sich jedenfalls gelohnt, dass ich für die eine Etappe her gekommen bin, es hat Spaß gemacht“, meinte Schmidt.

Trägerin des Gelben Trikots bei den Damen wird die Frankfurterin Jana Zieschank sein. Zieschank kam nach 2:14:41 Stunden mit 2:50 Minuten Vorsprung auf Gabi Stanger (Dettingen/E.) von Centurion-Vaude ins Ziel.
Zieschank lag schon nach wenigen Kilometern in Front. Allerdings stürzte sie nach rund zehn Kilometern und zog sich eine Risswunde am rechten Unterarm zu. Sie musste zum Nähen ins Krankenhaus, war aber zuversichtlich am Samstag wieder antreten zu können.

„Es läuft grade ganz gut bei mir. Nach meinem Sieg in Furtwangen habe ich mich entschlossen hier an den Start zu gehen, als Vorbereitung auf das Cape Pioneer in Südafrika. Nach dem Sturz dachte ich, egal, ich bin vorne, es muss weiter gehen“, erklärte die 35-Jährige.

Dritte wurde Kirsten Halmschlag (Freiburg). Die Wheeler-iXS-Fahrerin hatte 10:45 Minuten Rückstand.
Die WM-Zehnte Regina Genser hatte keine Chance. „Ich war sechs Wochen lang krank und bin erst seit zwei Wochen wieder im Training“, zeigte sie sich schon vor dem Start skeptisch.

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