Stevens MTB Racing: Aus einem Trio wurde ein Sextett

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Max Holz in Wombach: Der Münchner ist Fahrer und lenkt aber auch die Stevens MTB Racing Equipe ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion

Noch gar nicht wirklich publiziert, hat sich das Stevens MTB Racing Team von 2014 auf 2015 glatt verdoppelt. Die vom Münchner Max Holz geführte Equipe hat drei neue Sportler mit an Bord.

Anfang der 2000er spielte Stevens mit einem hochkarätigen Talente-Schuppen in der deutschen Cross-Country-Szene eine bedeutende Rolle, doch vor zehn Jahren begann sich die Hamburger Bike-Schmiede mehr dem Cross- und dem Straßenrennsport zu widmen. Zwar wurden weiterhin kleinere MTB-Teams unterstützt, aber man trat nicht mehr so auffällig in Erscheinung wie zuvor.

Das wird sich in der Saison 2015 vermutlich auch noch nicht ändern. Die Bühne auf der Max Holz mit seinen fünf Team-Genossen agiert, ist (noch) nicht die ganz große, auch wenn man im Weltcup vertreten sein will.

Bemerkenswert ist es dennoch, dass in der 2014 gegründeten Equipe im zweiten Jahr neben Max Holz (25), Ex-Sprint-Meisterin Veronika Brüchle (20) und Timo Modosch (26) jetzt auch noch Lysander Kiesel (23), Severin Schweisguth (29) und Jakob Hartmann (20) für das Stevens MTB Racing Team an den Start gehen.

Mit Lars Hartwich hätte man sogar noch einen siebten Fahrer an Bord genommen, doch der musste dann aus beruflichen Gründen einen Rückzieher machen.

Talente Brüchle und Hartmann mit Potenzial

„Stevens will mit dem eigenen Team neben Cross und Straßenrennsport auch im Mountainbike wieder ein Standbein aufbauen“, erklärt Max Holz. Der Münchner ist ein Fahrer, dem es zwar nie gelang die Tür zum Nationalkader aufzustoßen, der aber doch immer wieder mit starken Resultaten aufhorchen ließ. Zum Bundesliga-Auftakt am vergangenen Sonntag in Wombach wurde er Fünfter und voriges Jahr war er bei der DM Sechster.

Veronika Brüchle holte für das Team 2014 die Gesamtwertung im Bundesliga-Sprint. Die in Freiburg studierende Allgäuerin, die aus der Talentschmiede des TSV Niederstaufen kommt, war 2013 schon Deutsche Meisterin im Sprint.

Der Rosenheimer Jakob Hartmann ist auch so einer, der vor zwei Jahren an der Schwelle zur Nationalmannschaft stand. In Wombach war er zu Beginn seines zweiten U23-Jahres schon mal Neunter.

Das rein bayrische Sextett hat mit Stevens sicher Potenzial den Etablierten an der einen oder anderen Stelle Druck zu machen. Der Weg von Talenten wie Brüchle und Hartmann ist sicher auch noch nicht zu Ende gegangen. Daher ist es durchaus bemerkenswert was sich in der Hamburg-Münchner Konstellation entwickelt.