Straßen-WM: Mountainbikerinnen verkaufen sich gut – Marianne Vos holt den Titel

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Die eine Straßen-Weltmeisterin, die andere mit Pech 29. bei ihrer ersten Straßen-WM: Marianne Vos (links) und Jolanda Neff ©Michal Cerveny

Drei Mountainbikerinnen, alle vom Giant Pro XC Team, haben bei der Straßen-Weltmeisterschaft in Florenz gute Leistungen gezeigt. Pauline Ferrand Prevot wurde als 13. beste Französin, Maja Wloszczwoska 18. und Jolanda Neff landete auf Rang 29. Die „halbe“ Teamkollegin des Trios Marianne Vos verteidigte ihren Titel.

Pauline Ferrand Prevot ist ja eigentlich auch nur eine Teilzeit-Mountainbikerin, hat aber dieses Jahr immerhin zwei Weltcup-Rennen und die WM bestritten. Die U23-Vizeweltmeisterin auf dem MTB war wie Wloszczowska und Neff in der Spitzengruppe, verlor den Anschluss als es zum vorletzten Mal den längsten Anstieg hinauf ging.
In der letzten Runde erreichte sie an der gleichen Stelle nochmal den Anschluss an die Kopfgruppe, doch genau in diesem Augenblick ging wieder die Post ab und Ferrand Prevot fuhr an 13. Stelle als zweitbeste U23-Fahrerin das Rennen zu Ende.

Maja Wloszczwoska hatte die Tempoverschärfung auch nicht mitgehen können. Die Vize-Weltmeisterin auf dem Mountainbike und kam in der Verfolgergruppe ins Ziel.

Pech hatte Jolanda Neff. Die 20-jährige U23-Weltmeisterin stürzte bevor es in die vorletzte Runde ging. „Eine Fahrerin stand nach einer scharfen Kurve mitten in der Straße, ich stürzte und meine Kette fiel herunter“, berichtet Neff auf ihrer Facebook-Seite.

„Es ist so frustrierend, dass ich durch einen Sturz alle Chancen eingebüßt habe. Ich habe mich großartig gefühlt und bin in der Spitzengruppe ohne Probleme mitgekommen“, postet Neff.

Die Lücke, die bei der Zieldurchfahrt knapp 40 Sekunden betrug, bekam sie nicht mehr geschlossen, obwohl sie alles versuchte. Als 29. war sie dennoch beste Schweizerin.

Ihre Giant-Teamkollegin Marianne Vos, die in diesem Jahr auch zwei MTB-Weltcups und weitere Mountainbike-Rennen bestritten hat und in den nächsten Jahren mehr Mountainbike fahren will, zeigte ein brillantes Rennen und griff am letzten steilen Berg an.
Ihrem Antritt konnte keine Konkurrentin aus der verbliebenen fünfköpfigen Spitzengruppe widerstehen. Vos fuhr mit 15 Sekunden Vorsprung auf die Schwedin Emma Johansson und die erst knapp 20-jährige Italienerin Rossella Ratto zu ihrem dritten Weltmeistertitel auf der Straße.
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