Swiss Bike Cup Gränichen: Fehler von Florian Vogel entscheidet Schlamm-Rennen – Christian Pfäffle überzeugt erneut

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Nino Schurter und Florian Vogel bildeten bis zur vorletzten Runde ein Spitzen-Duo ©Erhard Goller

Weltmeister Nino Schurter (Scott-Odlo) hat sich beim Swiss Bike Cup in Gränichen in einem Schlamm-Rennen mit zwölf Sekunden Vorsprung auf Florian Vogel (Focus XC) durchgesetzt. Reto Indergand (BMC Racing) wurde Dritter. Christian Pfäffle von Stevens MTB Racing überzeugte bei dem HC-Rennen auf Rang 16 (+5:54)

 

Ein kleiner Fehler von Florian Vogel war es, der das Rennen zugunsten von Nino Schurter entschied. In der vorletzten Runde rutschte Vogel, der für den gastgebenden RC Gränichen fährt nur kurz weg. So ging die Lücke im Führungs-Duo auf. Nino Schurter ließ sich die knapp zehn Sekunden Vorsprung nicht mehr nehmen und fuhr nach sechs Runden (à 4,44km) in 1:23:19 Stunden mit zwölf Sekunden Vorsprung über als Sieger die Ziellinie.

„Schade, dass Flo gestürzt ist. Bis dahin haben wir zusammen gearbeitet. Aber das war heute am Limit für das Material. Und mit den Augen hat man auch Mühe bekommen“, erklärt Schurter im Ziel.

Kurz vor dem Herren-Rennen geht in Gränichen ein starker Regenschauer nieder, der den bereits antrocknenden Boden wieder aufweicht und Mensch, wie Material extrem beansprucht.

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Handshake ehemaliger Teamkollegen: Nino Schurter (links) und Florian Vogel ©Erhard Goller

Florian Vogel kommt mit solchen Bedingungen sehr gut zurecht, genoss aber auch das heimische Publikum. „Die Strecke kenne ich nicht mehr in und auswendig, weil ich schon länger nicht mehr hier lebe. Es war cool und ich habe schon gemerkt, dass das Publikum hinter mir stand. Ich bin froh, dass ich so ein Rennen zeigen konnte, auch wenn ich gerne bis zum Schluss um den Sieg mitgefahren wäre“, sagt Vogel.

Reto Indergand lässt hinter dem Führungs-Duo nicht locker und beendet das Rennen sieben Sekunden vor seinem hartnäckigen Verfolger Matthias Stirnemann auf Rang drei (+0:38). Die beiden jungen Fahrer bestätigten damit auch ihre Weltklasse-Leistungen aus den vergangenen Wochen.

Pfäffle erneut überzeugend, Milatz gibt auf

Christian Pfäffle lieferte bei Bedingungen, die ihm eigentlich nicht liegen, erneut eine starke Vorstellung ab. Trotz Prüfungen in dieser Woche und in den kommenden beiden Tagen, durch die er das Training deutlich reduzierte, arbeitete sich Pfäffle von Rang 29 nach Runde eins bis auf den 13. Platz nach vorne.

So ging er in die letzte Runde. Auf dieser letzten Schleife stürzte der Neuffener jedoch gleich zweimal und nicht gerade harmlos. Einmal geht er über den Lenker. „Vielleicht habe ich am Berg etwas zu viel investiert, weil ich in den Anstiegen möglichst viel überholen wollte“, meinte Pfäffle.

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Christian Pfäffle wühlt sich durch den Schlamm ©Erhard Goller

So verlor er wieder drei Positionen und kam mit 5:54 Minuten Rückstand als 16. ins Ziel, 20 Sekunden hinter diesem 13. Rang.

Pfäffle hatte von der ersten Runde an Probleme mit der Schaltung, die immer erst nach mehreren Versuchen dahin sprang, wo er sie haben wollte. Allerdings war er mit solchen Schwierigkeiten bei diesem Wetter nicht der Einzige.

„Dass ich in der letzten Runde noch die Plätze verloren habe, ist schade. Aber ich bin zufrieden. Ich habe einige Punkte geholt, es hat sich gelohnt, dass ich hergekommen bin“, so Pfäffle.

Nicht gelohnt hat sich die Reise ins Aargau für Moritz Milatz. Er stürzte früh im Rennen und die Hinterbremse funktionierte nicht mehr. „Ich wollte bei diesen Bedingungen nichts riskieren“, erklärte der Kreidler-Fahrer seine Aufgabe.

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