Swiss Bike Cup Gränichen: Serie von Jolanda Neff hält – Lisa Brandau Fünfte

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Jolanda Neff lässt sich feiern ©Erhard Goller

Beim Swiss Bike Cup in Gränichen hat Jolanda Neff ihre Sieges-Serie auf 13 verlängert. Die Europameisterin vom Stöckli Pro Team gewann im Kanton Aargau vor Linda Indergand (Focux XC) und Gunn-Rita Dahle-Flesjaa (Multivan-Merida). Hinter Sina Frei (jb Brunex-Felt) war Elisabeth Brandau (Radon-EBE Racing) als Fünfte die beste Deutsche vor Sabine Spitz. Bei den Juniorinnen landete Nina Benz auf Platz drei.

 

In der ersten Runde setzten sich drei junge Schweizerinnen vom Rest der Konkurrenz ab. Linda Indergand und Jolanda Neff (beide 23) und die erst 18-jährige Sina Frei holten bereits auf den ersten 4,44 Kilometern einen beträchtlichen Vorsprung heraus.

Favoritin Jolanda Neff, die aus dem Trainingslager in Pontresina angereist war, übernahm in der zweiten Runde das Zepter und holte sich einen kleinen Vorsprung heraus. Hinter ihr blieb Sina Frei mit dem Lenker an einem Baum hängen und stürzte. Dabei verdrehte sich der Schalthebel, was kurz darauf einen weiteren Sturz provozierte.

Sie musste an der folgenden Technischen Zone einen kurzen Stopp einlegen und Gunn-Rita Dahle-Flesjaa passieren lassen.

Damit war das Klassement auf den ersten vier Positionen nach zwei von fünf Runden gemacht.

„Linda ist in der ersten Runde technisch souverän gefahren. Ich bin ja heute Vormittag aus dem Engadin angereist und wollte es am Anfang nicht gleich übertreiben. Nachdem ich eine Lücke gerissen habe, lief es aber ganz gut. Cool, dass trotzdem meine Leistung abrufen konnte“, erklärte Neff, die innerhalb des Swiss Bike Cup jetzt seit 13 Rennen ungeschlagen ist.

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Nicht symptomatisch, aber auch Jolanda Neff kam auf dem matschigen Untergrund in Gränichen nicht ganz unfallfrei durch ©Erhard Goller
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Elisabeth Brandau auf dem Weg zur Rang fünf ©Erhard Goller

Indergand konnte die Europameisterin zwar nicht halten, doch blieb sie auf dem zweiten Rang ungefährdet. „Mir macht das Spaß im Matsch. Heute ging es mir sehr gut. Ich habe mir das Rennen gut eingeteilt und musste am Schluss nicht mehr übers Limit“, erklärte Indergand.

Hinter ihr hielt Gunn-Rita Dahle-Flesjaa die U23-Weltcupführende Sina Frei in Schach und war froh über diesen dritten Platz. „Ich war diese Woche sehr erschöpft und habe dieses Rennen irgendwie gebraucht“, meinte die zehnfache Weltmeisterin aus Norwegen.

Sina Frei war leicht enttäuscht darüber, dass sie das Duell mit Linda Indergand nicht fortsetzen konnte. „Körperlich wäre ich parat gewesen. Nach der Reparatur lief es auch wieder gut, auch in den technischen Passagen konnte ich mein Ding fahren“, so Frei.

 

Elisabeth Brandau fuhr in der dritten Runde an Sabine Spitz und Irina Kalentieva (Möbel Märki) vorbei auf den fünften Platz und verteidigte den bis zum Schluss. „Ich wollte eigentlich gar nicht starten und bin nur mit einem Südafrikaner hierher gekommen, der zur Zeit bei uns wohnt. Aber weil ich schon mal da war, dachte ich: fahr halt mit“, erklärte Brandau lachend.

„Dass es so gut läuft, damit hätte ich nicht gerechnet. Am Berg hatte ich richtig Druck, von der ersten Runde mal abgesehen. Wahrscheinlich ist es einfach auch eine Kopfsache“, meinte Brandau.

 

Sabine Spitz, die sich auf solch matschigem Terrain wie dem in Gränichen gewöhnlich nicht so wohl fühlt, hielt sich nach einigen Tagen Trainingspause zwar gut, konnte am Schluss aber Brandau nicht mehr den fünften Platz abjagen.

 

Hanna Klein wurde Elfte und war mit ihrem Rennen nicht ganz unzufrieden. „Teilweise hatte ich guten Druck auf dem Pedal und Berg runter hat es Spaß gemacht“, meinte die Superior-Fahrerin. „Vom Gefühl her war es ein ganz gutes Rennen.“

 

Juniorinnen: US-Meisterin siegt

Haley Batten gewann in Gränichen das Rennen der Juniorinnen. Sie verwies die Österreicherin Anna Spielmann, während Nina Benz (Kellys XC Racing) auf Rang drei überzeugen konnte.

Nach unglücklich verlaufenen Rennen zuletzt, freute sich Benz über ihren Podestplatz. „Das tut mal wieder gut“, meinte sie verschmitzt. Benz war mit dem Nationalkader mit Bundestrainer Marc Schäfer in Nove Mesto gewesen. „Das war cool dort und hat viel gebracht. Ich bin dort ein wenig früher abgereist, um mich auf das Rennen hier vorbereiten zu können. Das hat sich ausgezahlt“, meinte Benz.

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