Swiss Bike Cup Muttenz: Jolanda Neff im Sprint zum 14. Sieg – Lisa Brandau Siebte

Entscheidung auf der Ziellinie: Jolanda Neff vor Sina Frei. Foto: Lynn Sigel
Entscheidung auf der Zielgeraden: Jolanda Neff vor Sina Frei. Foto: Lynn Sigel

 

 

Mit ihrem 14. Sieg in Folge hat Jolanda Neff (Stöckli Pro Team) beim Finale des Swiss Bike Cup auch den dritten Gesamtsieg in Serie perfekt gemacht. In einem Sprint-Finish schlug sie Sina Frei (jb Brunex-Felt) um eine Radlänge. Der dritte Platz ging an Neffs Teamkollegin Alessandra Keller, die mit 18 Sekunden Rückstand das Ziel erreichte. Elisabeth Brandau (Radon-EBE Racing) wurde Siebte (+0:50).

 

Es war das junge Schweizer Damen-Wunder, das in Muttenz das Rennen unter sich ausmachte. Jolanda Neff, mit ihren 23 Jahren die Älteste aus dem Quartett, die jahrgangsgleiche Linda Indergand (Focus XC), sowie Alessandra Keller (Stöckli Pro Team, 20) und Sina Frei (19) bildeten ab Runde zwei eine Spitzengruppe, die bis zur achten und letzten Runde Bestand hatte.

In der vorletzten Sechs-Kilometer-Schleife hatten Sina Frei und Jolanda Neff bereits einen Abstand auf ihre beiden Konkurrentinnen, doch Neff wollte zugunsten ihrer Teamkollegin Keller keine Führungsarbeit machen.

So kam es erneut zum Zusammenschluss. In der Schlussrunde war es Sina Frei mit ihrer Attacke am einzigen Anstieg, die das Quartett endgültig sprengte.

Nur Jolanda Neff konnte folgen. Jetzt arbeitete sie an der Führung mit und es kam zum knackigen Finale.

Neff nutzt Erfahrung von der Straße

Neff bog als Erste auf die Zielgerade ein. „Ich wollte von vorne fahren. Nach meinen Erfahrungen von der Straße fand ich das besser und ich glaube Sina wollte mich auch vorbei lassen“, erzählte Neff wie der Sprint eröffnet wurde.

Sie zog von vorne das Tempo an und hielt es hoch. Sina Frei versuchte aus dem Windschatten zu kommen, doch sie hatte keine Chance.

„Jolanda war da einfach zu stark“, bekannte Sina Frei, „aber ich kann mit meinem Rennen sehr zufrieden sein.“ Ein Nachteil sei für sie gewesen, sich gegen zwei Stöckli-Fahrerinnen behaupten zu müssen.

Jolanda Neff fand es „mega cool“, dass sie eine Woche nach den Olympischen Spielen einen Sieg feiern konnte.“Ich finde es auch super, dass wir vier Schweizerinnen sind, die so stark fahren können. Und dabei bin ich sogar noch die Älteste von uns“, erklärte Neff.

Sie sei sicher nicht in Topform am Start gewesen. „Ich war hier ganz sicher nicht überlegen“, meinte Neff. Es war ihr 14. Sieg in der Schweizer Serie in Folge, seit drei Jahren ist sie jetzt ungeschlagen.

Alessandra Keller eroberte Rang drei. „Am Schlussanstieg konnte ich einfach nicht mehr mithalten. Aber ich bin zufrieden mit dem Rennen. Bis dahin konnte ich gut durchziehen“, sagte Keller.

Brandau von 19 auf 7

Elisabeth Brandau lag zu Beginn in der Spitzengruppe, doch in Runde zwei wurde sie bis auf Rang 19 zurückgereicht. „Ich habe das Bundesliga-Rennen von gestern gespürt, aber dann ging es Runde um Runde besser“, erklärte die DM-Dritte.

Brandau produzierte bei dem Hitze-Rennen in Runde sechs und sieben jeweils Bestzeit und arbeitete sich noch bis auf Platz sieben nach vorne.

Vorjahres-Siegerin Nadine Rieder (AMG-Rotwild) verlor den Anschluss an die Spitze ebenfalls in Runde zwei, passierte die Zeitmessung nach der dritten Runde an 14. Stelle und schrieb dann auch wieder eine Kurve in die andere Richtung. Am Ende war es in dem Rennen der HC-Kategorie ein sehr passabler neunter Rang (+2:18).

 

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