Swiss Bike Cup Muttenz: Lukas Flückiger auf den Spuren von Ralph Näf

Lukas Flückiger allein auf weiter Flur. Foto: Lynn Sigel
Lukas Flückiger allein auf weiter Flur. Foto: Lynn Sigel

 

 

Lukas Flückiger hat mit einer eindrucksvollen Solo-Vorstellung das finale Rennen des Swiss Bike Cup 2016 gewonnen. Der BMC-Fahrer setzte sich bereits in Runde eins ab und gewann mit 1:03 Minuten Vorsprung auf Teamkollege Martin Fanger, der sich in der letzten Runde aus einer achtköpfigen Verfolgergruppe durchsetzte. Der dritte Rang ging an den Australier Daniel McConnell (+1:10). Martin Gluth belegte Rang elf.

 

So hat das in Muttenz noch nie jemand gemacht, zumindest nicht bei den Herren. Lukas Flückiger hatte den Mut bereits in Runde eins am Berg das Tempo derart zu verschärfen, dass eine Lücke zum Rest des Feldes entstand.

15 Sekunden brachte er mit zur Zielpassage und die Verfolger waren sich nicht einig. Zu groß war die Gruppe, zudem mit Reto Indergand und Martin Fanger noch mit zwei weiteren BMC-Piloten bestückt.

 

Lukas Flückiger baute so seinen Vorsprung sukzessive aus und feierte seinen ersten Sieg in Muttenz. „Wie ich das anstelle, darüber habe ich seit Frühjahr gebrütet“, scherzte Flückiger über seine riskante Strategie. „Nein, man muss die Beine dazu haben und man braucht die Überzeugung.“

Dann sprach er von einer „Hassliebe“ zu dem Rennen in Muttenz. „Eigentlich liebe ich die Strecke, aber bisher hat dann immer Ralph (Näf) gewonnen“, meinte er lachend. „Jetzt hat der endlich seine Karriere beendet.“

Fanger greift vor dem Berg an

Hinter ihm war Martin Fanger, der sich erst in die Gruppe hinein fahren musste, dann der Stärkste. „Auf der Fläche habe ich angegriffen und bin dann voll in den Berg hinein gefahren“, berichtete Fanger. „Es war super hart, weil man hier immer um Positionen fahren muss. Aber ich bin froh und es macht mich zuversichtlich für Andorra.“

Daniel McConnell (Trek Factory Racing) eroberte hinter ihm Rang drei und verwies Matthias Stirnemann (Möbel Märki, +1:14) und Florian Vogel (Focus XC, +1:16) auf die nächsten Plätze.

Gluth mit starkem Finale

Bester Deutscher war Martin Gluth (Novus-OMX, +2:40), der als starker Elfter das Ziel erreichte. Gluth bewegte sich in einer Dreiergruppe zwischen Platz 13 und 15, doch der Freiburger hatte ein gutes Finale.

„Die Spitzengruppe konnte ich nicht halten. Das Rennen gehört für mich zur Vorbereitung auf Andorra und so bin ich in der Gruppe mitgefahren. Ich habe dann schon gemerkt, dass ich der Stärkste bin. So schnelle Strecken gefallen mir“, kommentierte Gluth.

Für Moritz Milatz (Kreidler Werksteam) reichte es nur zu Platz 20 (+5:10). „Es lief schlecht, wie eigentlich das ganze Jahr“, meinte er frustriert.

Ergebnisse