Swiss Bike Cup Muttenz: Vital Albin holt sich Tages- und Gesamt-Sieg – David List in den Top Ten

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Vital Albin nach seiner finalen Attacke. Foto: Lynn Sigel

Beim Finale des Swiss Bike Cup in Muttenz hat Vital Albin (Biketeam Solothurn) mit seinem dritten Saisonsieg auch die Gesamtwertung für sich entschieden. Joel Roth (Pamo Racing) schob sich mit Rang zwei auch noch auf diesen Platz im Gesamtklassement. Tagesdritter wurde Ursin Spescha (Biketeam Solothurn). Der Deutsche Meister David List (Lexware) wurde einen Tag nach dem Bundesliga-Rennen in Ortenberg Neunter.

 

Zwei Runden lang kurbelten über 20 Fahrer in einer großen Gruppe über den sechs Kilometer langen Kurs, der bis auf einen ein Kilometer langen, aber nicht sehr steilen Anstieg, völlig flach daher kommt.

Dann zersplitterte die Gruppe mehr und mehr, doch die Entscheidung fiel erst in der vierten von sechs Runden. Der WM-Zweite Vital Albin griff im Anstieg an, sprengte den verbliebenen Rest der Spitzengruppe und hatte nur noch Joel Roth als echten Konkurrenten. Doch den konnte er auf den folgenden Flachpassagen vollends los werden, so dass er bereits mit 20 Sekunden Abstand in die letzte Runde ging und am Ende mit 32 Sekunden Vorsprung seinen dritten Saisonsieg im Swiss Bike Cup feiern konnte.

„Ich habe meine Form ziemlich konstant halten können, das zeigen meine Leistungsdaten. Vermutlich haben die anderen etwas abgebaut“, meinte Albin auch im Blick auf seinen Sieg bei der UCI Junior Serie in Meribel vor zwei Wochen.

„Cool, dass ich mein letztes Junioren-Rennen gewinnen konnte. Nächste Woche fahre ich auf der Straße und dann ist die Saison vorbei“, erklärte Albin.

Joel Roth war mit seinem Rennen zufrieden. „Als Vital angegriffen hat, ist das Feld zerbröselt. Ich bin mit, aber als ich ein Loch hatte, bin ich nicht mehr rang gekommen“, so Roth.

David List fehlt etwas der Punch

David List befand sich in der großen Spitzengruppe, allerdings nie in den vorderen Positionen. „Am Anfang hat nach dem gestrigen Rennen schon der Punch gefehlt, aber so ganz schlecht war es nicht. Es gab da halt viele Positionskämpfe und es war ziemlich hektisch“, erklärte List.

In den letzten beiden Runden konnte sich der Friedrichshafener von Rang zwölf noch auf neun nach vorne arbeiten. „Das gibt wenigstens noch ein paar Punkte. Das war ja das Ziel des Ganzen“, meinte List, der mit 1:24 Minuten Differenz das Ziel erreichte.

Sein Teamkollege Torben Drach gab nach sechs Wochen Wettkampf-Pause sein Comeback. Allerdings war das auch nicht optimal vorbereitet, weil er zuletzt noch unter Sitzbeschwerden litt. „An sich bin ich ganz zufrieden, ich konnte lange in der Gruppe mithalten. Aber dann hatte ich am Anstieg keinen Druck mehr, so dass ich auch in der letzten Runde nicht mehr mitgehen konnte“, sagte der Kirchzartener.

Am Ende war es Rang 22, 3:27 Minuten hinter Albin (1:11:32).

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