Swiss Bike Cup Rivera: Altbekanntes Duell geht an Nino Schurter

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Nino Schurter Ende der ersten Runde vor Titouan Carod und Mathias Flückiger ©Erhard Goller

Das Duell gibt es also auch 2016: Am Monte Ceneri hat sich zum Auftakt des Swiss Bike Cup in Rivera, Weltmeister Nino Schurter (Scott-Odlo) gegen Doppel-Olympiasieger Julien Absalon (BMC Racing) durchgesetzt. Schurter siegte in 1:34:39 Stunden mit 15 Sekunden Vorsprung auf den Franzosen. Dritter wurde dessen Teamkollege Lars Forster (+1:16). Bester Deutscher war Moritz Milatz auf Rang 21.

Zu Beginn des Rennens hielt noch der U23-Weltcup-Sieger Titouan Carod mit, doch dann wurde das Frühlingsrennen im Tessin zum altbekannten Duell zwischen Nino Schurter und Julien Absalon.

Mehrfach griff Schurter an und nahm seinem Konkurrenten ein paar Sekunden ab. Der Franzose kam jeweils zurück. Bis zur vorletzten Runde. „Da hat Julien einen Fehler gemacht und es waren gleich zehn Sekunden“, erklärte Schurter die Entscheidung. „Ich wusste, das ist auf eineinhalb Runden schwer zu schließen.“

Absalon kämpfte zwar weiter um den Anschluss, doch es war ihm nicht mehr möglich an Schurter heran zu kommen. „Es läuft gut. Ich hatte diese Woche auch Probleme mit der Atmung, das war auch in Mailand schon ein wenig so. Aber heute war alles gut. Ich denke, ich bin voll im Plan“, meinte Schurter.

Julien Absalon war mit seinem Rennen auch zufrieden. „Ich bin erleichtert, weil ich heute keine Allergie-Probleme hatte. Vor einer Woche in Marseille war ich doch sehr enttäuscht. Aber der Regen hat die Pollen weg gewaschen“, erklärte Absalon.

Dritter wurde Lars Forster, der am Start im Getümmel einige Positionen verlor. „Aber ich konnte dann gut aufholen und bin sehr zufrieden“, kommentierte Forster.

Milatz und Bauer nicht zufrieden

Die Deutschen spielten in Rivera keine Rolle. Moritz Milatz belegte Rang 21 (+9:06). „Es lief nicht, von Anfang bis Ende nicht. Es war auch nicht das normale Erste-Rennen-Gefühl. Ich habe keine Ahnung was los war“, schüttelte Milatz den Kopf.

Auch sein Teamkollege Markus Bauer bewegte das Haupt von links nach rechts und wieder zurück. „Ich konnte heute nie dagegen halten. Ich weiß, dass ich eine gute Form hab und nach einem Rennen ist auch nichts verloren. Jetzt diese Woche noch mal gut trainieren und dann müsste es in Bad Säckingen besser werden“, erklärte Bauer, der vor Ostern noch einen schweren Trainingssturz hatte. Für den Kirchzartener wurde der 25. Platz notiert.

Julian Schelb zeigte sich deutlich zufriedener als vor einer Woche in Mailand. Der Multivan-Merida-Biker kam zwar über einen 32. Platz nicht hinaus, doch damit war auch nicht zu rechnen. Die Frühjahrs-Allergie fordert ihren Tribut. „Ich habe mich darauf eingestellt. Der Kurs war in der Hinsicht auch nicht schlecht für mich, 30 Sekunden kann ich intensiv gehen, dann wird die Atmung schwer. Auf alle Fälle ist die Stimmung besser als letzte Woche, auch wenn ich noch weit weg bin“, so Schelb.

U23: Schwarzbauer findet seinen Rhythmus

Luca Schwarzbauer erwischte am Monte Ceneri einen guten Einstieg in die Saison. „Ich freue mich jetzt nicht unendlich, aber ich bin schon zufrieden“, bilanzierte er nach seinem vierten Platz im U23-Rennen.

Schwarzbauer erwischte einen ordentlichen Start, doch dann hatte er zu kämpfen.

„Nach einer halben Runde ging es mir dreckig und ich habe einige Fehler gemacht“, erzählte Schwarzbauer. So lag er zwischenzeitlich auf dem achten Rang, doch als er sich gefangen hatte, fuhr er sich auf die fünfte Position nach vorne. „Ich wusste, ich muss meinen Rhythmus fahren“, so der 19-Jährige.

Am 300 Meter langen Asphalt-Anstieg fühlte er sich „am stärksten“, wie er sagte. Nachdem sich in der vierten von fünf Runden der Franzose Florian Trigo vom Nürtinger abgesetzt hatte, war es eingangs der letzten Runde diese Passage, in der Schwarzbauer erneut aufschließen und sich dann auf der letzten halben Runde absetzen konnte. Mit 2:01 Minuten Rückstand auf Sieger Gioele Bertolini (1:12:52 Stunden) überquerte er die Ziellinie.

„Ich habe die Vorbelastung gestern erst um 19 Uhr gemacht, weil wir bei der Anreise im Stau gestanden sind. Das habe ich wohl nicht so gut vertragen“, erklärte Schwarzbauer noch.

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