Swiss Bike Cup Rivera: Jolanda Neff solo zum Sieg – Sabine Spitz bandagiert auf Rang sieben

Spitz_Rieder_Rivera_by Golle
Die beiden besten Deutschen Damen in Rivera: Sabine Spitz vor Nadine Rieder. ©Erhard Goller

Die Weltranglistenerste Jolanda Neff (Stöckli Pro Team) hat in ihrem ersten MTB-Rennen der Saison Stärke demonstriert und den Auftakt des Swiss Bike Cup in Rivera gewonnen. Neff gewann in 1:21:03 Minuten mit 3:57 Minuten Vorsprung auf die überraschend starke Sina Frei (jb Felt-Brunex) und 4:12 Minuten vor der Britin Evie Richards. Beste Deutsche war Sabine Spitz auf Rang sieben (+7:31).

 

Jolanda Neff ließ sich auch von einem Schalt-Problem in der ersten Runde aus dem Konzept bringen. Die 23-Jährige holte die 15 Sekunden Rückstand noch in derselben 4,32 Kilometer langen Schleife auf und setzte sich prompt von ihren Konkurrentinnen ab.

Unter denen hatte Kathrin Stirnemann (Haibike-Ötztal) ordentliches Pech, als sie per Kettenriss aussichtslos zurückfiel.

Es war Alessandra Keller, die sich auf die Verfolgung machte, in der letzten Runde allerdings durch einen Plattfuß ihren zweiten Rang verlor und am Ende Vierte (+4:33) wurde.

 

Jolanda Neff fuhr ein souveränes Rennen und ist beim Swiss Bike Cup (vormals BMC Racing Cup) seit zwei Jahren unbesiegt. „Am Schluss habe ich langsam gut gefühlt. Dann war es richtig cool zu fahren. Ich freue mich sehr, dass es so gut gegangen ist. Es war das Ziel durch die Straßenrennen Schnelligkeit in die Beine zu bekommen und das hat funktioniert“, kommentierte Neff.

 

Nach dem Pech von Alessandra Keller eroberte Sina Frei den zweiten Platz. „Mit einem Top-Fünf-Ergebnis hätte ich nicht gerechnet. Von meiner hinteren Startposition konnte ich gleich am Anfang Plätze gut machen, ohne zu überziehen und dann meinen Rhythmus fahren. So ein langes Rennen bin ich noch nie gefahren, aber es ging gut bis zum Schluss“, meinte Sina Frei nach ihrem ersten Elite-Rennen auf dem Mountainbike.

 

Sabine Spitz lädiert

Sabine Spitz erreichte als Siebte das Ziel. Sie hatte ihr linkes Knie getapet. „Heute morgen, beim Strecke anschauen, habe ich mir das Knie verdreht“, nickte sie. „In den Laufpassagen war es schon instabil. Ich hoffe, nicht, dass es etwas Schlimmes ist.“

Auch beim Start erwies sich die Verletzung als Handicap. „Ich konnte nicht richtig Druck aufs Pedal geben. Aber natürlich kann auch das Cape Epic noch eine Rolle spielen. Vorige Woche war ich auch noch krank, so kommt alles zusammen“, erklärte Spitz weiter.

Sie kam erst an 20. Stelle in die erste enge Passage. „Da muss man halt Ruhe bewahren“, meinte sie. Nach einer Runde lag sie an elfter Stelle, konnte sich aber noch um vier Positionen verbessern.

 

Nadine Rieder und Hanna Klein auf 11 und 12

Nadine Rieder (AMG-Rotwild) hatte am Start etwas Pech, als sie durch eine Konkurrentin bedrängt wurde und ausklicken musste, um nicht zu stürzen. Das kostete gleich zehn Positionen. „In der ersten Runde war es dann noch holprig, aber aber der zweiten Runde bin ich gut reingekommen“, erklärte Rieder.

Kurze Zeit war sie mit Spitz unterwegs, doch die hatte „am Berg dann etwas mehr Druck“, so Rieder, die am Ende Elfte wurde, 8:55 Minuten zurück.

Hinter ihr landete Hanna Klein (Superior Bikes, +9:28) auf Rang zwölf. „Ich war vor Ostern eineinhalb Wochen krank. Von daher konnte ich nicht viel mehr erwarten“, meinte Hanna Klein.

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