Swiss Sports Awards: Mountainbiker dreimal unter den besten Drei

 

 

Zur Nummer eins im Schweizer Sport hat es Nino Schurter (Scott-Sram) auch in diesem Jahr nicht gereicht, der Siegesserie des Weltmeisters und Olympiasiegers zum Trotz. Wie 2016 landete Schurter bei den Swiss Cycling Awards auch 2017 auf Platz zwei, hinter Tennis-Legende Roger Federer. Zwei weitere Vertreter des Mountainbiker wurden ebenfalls unter den besten Drei notiert.

 

Die Strahlkraft eines Roger Federer, der 2017 eine Art Comeback gefeiert hat, die Offroad-Disziplin Mountainbike und auch die Serien-Siege von Nino Schurter übertrifft, das war fast schon zu erwarten.

Auf Twitter kommentierte ein passionierter Mountainbiker aus St. Gallen: „@Nschurter hätte in der WM-Barrage (Fußball-WM-Qualifikation) einfach noch das entscheidende Tor für die Schweiz erzielen müssen, um mit dem Schweizer Nationalheiligtum King Roger mithalten zu können.“

Hinter einem „Nationalheiligtum“ Zweiter zu werden, ist nun aber gewiss nicht schlecht. UPDATE: Und wenn man betrachtet, was der Blick schreibt, dann noch weniger. Vom TV-Publikum wurde Schurter per Televoting sogar an Eins gesetzt – vor Federer.

Wie 2016 erhielt Schurter gut 25 Prozent der Stimmen, während Federer knapp 37 Prozent auf sich vereinigte. Ski-Alpin-Weltmeister Beat Feuz wurde Dritter (15%), was in der Schweiz für Schurter schon eine Auszeichnung ist.

Die alpine Disziplin lag dafür bei den Damen ganz vorne. Wendy Holdener, ebenfalls Weltmeisterin (Kombination) gewann den Mix aus Sportler- Medien- und Publikums-Wahl mit 26 Prozent vor der Triathletin Daniely Ryf (22%), die den Iron Man auf Hawai gewann und Kunstturnerin Guila Steingruber (16%).

Cross-Country-Weltmeisterin Jolanda Neff (Kross Racing) wurde wie 2016 Fünfte, konnte ihren Stimmenanteil aber fast verdoppeln (von 6,2 auf 11,6).

Trainer und Team auf den Plätzen zwei und drei

Gewissermaßen auf dem Podium stand Nino Schurters Coach Nicolas Siegenthaler bei der Wahl zum Trainer des Jahres. Siegenthaler lag nur 2,5 Prozent (15,8) hinter Severin Lüthi, der Roger Federer coacht und auch mit dem Davis-Cup-Team Erfolge feierte.

Siegenthaler ließ immerhin Fußball-Nationaltrainer Vladimir Petkovic knapp hinter sich.

Bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres wird die MTB-Weltmeister-Staffel auf Platz drei geführt. Nino Schurter, Jolanda Neff, Sina Frei (jb Brunex-Felt), Joel Roth (Head Pro) und Filippo Colombo (BMC Racing) landeten hinter der Schweizer Fußball-Nationalmannschaft (20,7%) und der 4×100-Meter-Staffel der Frauen (15,6%), die bei der Leichtathletik-WM in London Fünfte wurden, mit 14,7% auf Platz drei.

Alles in allem sind die Cross-Country-Mountainbiker an der Spitze der Schweizer Sportlandschaft angekommen. Das dürfte eine ideale Voraussetzung für die Weltmeisterschaften im kommenden September in Lenzerheide sein.

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