Tankwa Trek#1: Platt und Huber rasen ins Gelbe

Mit einem eindrucksvollen Auftritt sind Karl Platt und Urs Huber vom Team Bulls in das dreitägige Momentum Health Tankwa Trek in Südafrika gestartet. Das Deutsch-Schweizer Duo gewann die erste Etappe über 89 Kilometer mit Start und Ziel in Kaleo Manor mit 2:41 Minuten Vorsprung auf Nicola Rohrbach/Lukas Flückiger (Goldwurst Power/BMC). Dritte wurden Waylon Woolcock und Hendrik Kruger (NAD Pro Team, +4:08).

Bei den Damen siegten Esther Süss und Jennie Stenerhag (Meerendal/CBC) deutlich vor dem OMX-Pro Team mit Mariske Strauss und Yolande De Villiers (+5:37).

 

Das Rennen, so beschreibt es Karl Platt, sei von Anfang an „sehr schnell“ gewesen. Die größere Spitzengruppe wurde dann aber doch erst am längsten Anstieg zwischen Kilometer 50 und 60 in Einzelteile zerlegt.

Nach der folgenden Abfahrt lagen Platt/Huber und Rohrbach/Flückiger gemeinsam an der Spitze, doch die beiden Titelverteidiger nutzten rund 17 Kilometer vor dem Ziel den letzten Berg im Bereich des Witzenberg-Valley für die entscheidende Attacke.

Sie nahmen 50 Sekunden mit auf die letzten 15 welligen Kilometer und rasten unwiderstehlich Richtung Ziel. Dabei bauten sie ihren Vorsprung bis ins Ziel noch mal deutlich aus.

Beim Martin-Doppel läuft’s “super”

Martin Gluth und Martin Frey erlebten eine gelungene gemeinsame Premiere. Der Novus-OMX-Fahrer und der Bulls-Pilot erreichten das Ziel auf dem fünften Rang, mit 5:19 Minuten auf Platt/Huber (3:47:10).

„Es lief super“, freute sich Martin Frey. „Zwischendurch hatte ich mal eine halbe Stunde Probleme, als es schnell wurde“, verwies er auf eine Passage am Ende des längsten Anstiegs. „Aber am Ende hatte ich noch mal richtig Druck.“ Sie beide seien mit dem Saisonstart erst einmal vollkommen zufrieden.

Angeschlagenes zweites Bulls-Duo

Das zweite Bulls-Duo Simon Stiebjahn und Tim Böhme erreichte mit 7:06 Minuten Rückstand als Siebte das Ziel. Böhme hatte einen grippalen Infekt nach Südafrika mitgebracht und erst am Donnerstag das Okay für einen Start geben können. „Den Umständen entsprechend lief es also gut“, meinte Böhme.

Teamgenosse Stiebjahn war allerdings auch nicht ganz auf der Höhe.

„Mitte des langen Berges konnte ich das Tempo nicht mitgehen“, bekannte er. Am Ende sei es dann wieder besser geworden, aber über die Gründe konnte er nur rätseln. „Die Hitze viellleicht? Oder weil es das erste Rennen war? Eventuell bin ich nach meiner langen Krankheitsphase im Dezember und Januar auch noch nicht weit genug“, meinte Stiebjahn.

Defekte bei Mit-Favoriten

Für Alban Lakata und Kristian Hynek (Topeak-Ergon) begann die heiße Phase der Cape-Epic-Vorbereitungen denkbar schlecht. Hynek erlitt Hinterrad-Defekt, so dass der Österreicher und der Tscheche als Achte 8:24 Minuten verloren.

Noch weiter hinten waren Christoph Sauser und Sam Gaze (Specialized Racing) zu finden. Als Achte verloren sie bereits 13:50 Minuten. Der Schweizer und der Neuseeländer hatten bereits früh den Anschluss verloren.

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