Team Bulls verpflichtet einen weiteren U23-Fahrer

FOTO | Simon Schneller obenauf, hier bei der Ehrung zum Bundesliga-Gesamtsieger in Freudenstadt, neben Luca Schwarzbauer und neben seinem künftigen Teamgenossen Niklas Schehl (rechts). ©Andreas Dobslaff/EGO-Promotion

Der Nordschwarzwälder Simon Schneller hat einen Vertrag beim Team Bulls unterzeichnet. Der U23-Bundesliga-Gesamtsieger wechselt praktisch marken-intern vom Bike Junior Team powered by Bulls zur Profi-Truppe um den fünffachen Cape-Epic-Sieger Karl Platt und den Deutschen Sprint-Meister Simon Stiebjahn.

Simon Schneller geht 2018 ins dritte U23-Jahr. Das Gewächs des TV Oberlengenhardt bewegt sich seit zwei, drei Jahren am Rande des Nationalkaders, verfehlte die Aufnahme aber jeweils. Dennoch gelang dem Studenten an der Technik- und Wirtschaftshochschule Karlsruhe (3. Semester) in diesem Jahr ein U23-Bundesliga-Sieg in Wombach und die Gesamtwertung der Nachwuchs-Serie.

Auch der neunte Platz beim Rennen der UCI Marathon Serie beim Extreme sur Loue in Frankreich war ein auffällig gutes Resultat. Und eines, das ihn für das auf Marathon ausgerichtete Team Bulls prädestiniert.

Längerfristige Perspektive

Laut Bericht im Bike-Magazin hätte das Telefon aber nach dem zweiten Platz und damit dem Gesamtsieg beim Bundesliga-Finale in Freudenstadt geklingelt.

„Der Vertrag gibt mir definitiv eine Chance auf eine längerfristige Perspektive. Die bessere Unterstützung gibt mir definitiv Motivation und die Möglichkeit mein Studium teilweise etwas zu vernachlässigen“, erklärt Schneller gegenüber acrossthecountry.net. Trotzdem sei der Plan, das Studium des Bauingenieurswesens in zwei Jahren nach der U23-Zeit zu benden.

Fokus langsam in Richtung Langstrecke lenken

Simon Schneller ist ein ruhiger und kluger Vertreter seines Fachs, der unspektakulär, aber sehr effektiv unterwegs ist. Und einer der über den Tag hinaus denkt.

Der schlaksige Biker will nächstes Jahr zwar weiter an der Seite seines neuen Teamkollegen Niklas Schehl weiter Cross-Country-Rennen bestreiten, aber auch den einen oder anderen Marathon und Etappenrennen mehr einstreuen.

„Der Plan ist den Fokus nach und nach mehr in Richtung Marathon, bzw. Etappen-Rennen zu lenken, um eine Chance auf eine längerfristige Perspektive bei Bulls zu haben“, erläutert der 20-Jährige.

Sollte sich die Chance auf eine EM- oder WM-Teilnahme im Cross-Country ergeben, dann wäre er „natürlich gern dabei“, aber das genieße „nicht unbedingt Priorität.“