Transalp (3): Kaufmann und Käß mit Etappensieg ins Gelbe Trikot

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Ein Bild von der ersten Etappe: Links die neuen Gesamtleader Markus Kaufmann und Jochen Käß, daneben Karl Platt und Urs Huber, die das Trikot verloren haben und Thomas Stoll und Konny Looser, die heute Tagesdritte waren. ©Henning Angerer/Craft Bike Transalp

Das Centurion-Vaude-Duo Markus Kaufmann und Jochen Käß ist mit dem Sieg auf der dritten Etappe von Brixen nach St. Vigil ins Gelbe Trikot geschlüpft. Kaufmann/Käß distanzierten ihre langen Fluchtbegleiter Alban Laktata und Robert Mennen (Topeak-Ergon) um 20 Sekunden.
Dritter wurde das BiXS-Wheeler iXS Duo Thomas Stoll/Konny Looser, das schon 4:55 Minuten zurück lag. Weil die bisherigen Träger des Gelben Trikots, Karl Platt und Urs Huber (Team Bulls) als Vierte 5:19 Minuten verloren, übernahmen Jochen Käß und Markus Kaufmann die Führung, 22 Sekunden vor den Titelverteidigern Alban Lakata und Robert Mennen. Dritte sind jetzt Bulls 1 mit 1:42 Minuten Rückstand
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Specialized Racing mit Marathon-Weltmeister Christoph Sauser und Max Knox verloren auf den 56 Kilometern mit 2833 Höhenmetern Anstieg 9:06 Minuten und kamen hinter dem starken Texpla-Simplon-Duo Christian Schneidawind/Uwe Hardter nur auf den sechsten Tagesrang.

Die Etappe begann mit einem 20 Kilometer langen Anstieg, auf dem 1800 Höhenmeter absolviert wurden. Centurion-Vaude und Topeak-Ergon schlugen ein hohes Tempo an und setzten sich im ersten Drittel des Anstiegs ab.
„Ich habe Führung gemacht, Alban hat etwas drüber gezogen und dann haben wir gemerkt, dass Karl Probleme hat. Wir haben dann zusammengearbeitet bis zu dem steilen Anstieg nach Munt da Riina“, schildert Jochen Käß das Geschehen.
Der Angriff sei „halb geplant“ gewesen. Man habe sich schon entsprechende Gedanken gemacht, weil die Etappe keine Flachpassage aufwies, in der eine größere Gruppe in der Verfolgung hätte profitieren können.
Am Würzjoch, nach 35 Kilometern vermeldete Bulls-Teammanager Friedemann Schmude einen Vorsprung von vier Minuten auf die Verfolger Bulls 1, Specialized und Texpa-Simplon und gleichzeitig, dass Tim Böhme vom zweiten Bulls-Team erneut einen Sturz verzeichnete.

Am oben genannten, etwa vier Kilometer langen und steilen Anstieg, bekam dann Robert Mennen Probleme, so dass sich Kaufmann/Käß absetzen konnten.
Einen kleinen Teil ihres Vorsprungs verloren sie auf der Abfahrt wieder, nachdem sie eine Abzweigung verpassten. „Markus fuhr vorne und ich habe zum Glück noch nach rechts geschaut und das Schild gesehen. Dann mussten wir halt 100 Meter zurück“, erzählte Käß.
20 Sekunden blieben noch übrig, genug für die Gesamtführung.

„Jetzt geht die Transalp erst richtig los. Der Vorsprung bedeutet erst einmal gar nichts, aber wir können den nächsten Tag jetzt gelassener angehen und passiver bleiben“, so Käß mit Blick auf die verbleibenden fünf Etappen.

Bei den Damen bleibt die Topeak-Ergon-Paarung Sally Bigham/Borghild Loevset nach dem dritten Etappensieg unangefochten in Front.
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