Trofeo Delcar Montichiari: Finale Attacke von Maxime Marotte entscheidet

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Triumphiert in Montichiari: Maxime Marotte ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion

Nach einem packenden Dreikampf hat sich Maxime Marotte (BH-Sr Suntour-KMC) den Sieg bei der Trofeo Delcar in Montichiari geholt. Der Franzose siegte sechs Sekunden vor Marco Fontana (Cannondale Factory Racing) und zwei weitere Sekunden vor Stephane Tempier (Bianchi-Countervail). Christian Pfäffle (Stevens MTB Racing) und Georg Egger (Lexware Mountainbike Team) wurden 26. und 27.

Das Spitzentrio hatte sich bereits in der ersten von sieben Runden gebildet. Fontana beteiligte sich nicht so sehr an der Führungsarbeit, weil er seine Konkurrenten stärker einschätzte. Die beiden Franzosen versuchten auch mal den Italiener abzuhängen, doch das gelang ihnen auch nicht.

In der vorletzten Runde beschleunigte Marotte am letzten Anstieg vor der Technischen Zone und konnte seine Konkurrenten etwas distanzieren. „Ich habe gemerkt, dass ich da stärker bin und habe mich darauf konzentriert in der letzten Runde dort wieder anzugreifen“, erklärte Marotte.

Durch das Taktieren rückte eingangs der letzten Runde Luca Braidot bis auf zwölf Sekunden heran, doch als vorne ernst gemacht wurde, konnte Braidot nicht mehr dagegen halten.

„Wir Franzosen sind gut in Form. Es wird ein spannender Kampf um die Olympia-Startplätze“, meinte Marotte.

Dadurch, dass er Fontana den Sieg wegschnappte, half Marotte indirekt auch den Deutschen. Der Italiener hätte sonst für die Nationenwertung 20 Punkte mehr geholt. Mit dem vierten Platz von Braidot (+1:03) und Rang 17 für Andrea Tiberi (FRM Racing) sind es dennoch 129 Zähler, die der italienische Verband zusätzlich verbucht und damit den Vorsprung auf Deutschland vergrößert.

Stephane Tempier sicherte sich mit seinem dritten Platz den Gesamtsieg der italienischen Cross-Country-Serie. „Das war heute mein Ziel. Gut, dass Marco nicht gewonnen hat. Ich bin einfach nicht so explosiv“, erklärte Tempier.

Deutsches Trio mit guten Leistungen aber ohne Punkte

Christian Pfäffle verfehlte die Punkteränge (Top 25) um sechs Sekunden. Der Stevens-Fahrer erreichte das Ziel als 26. mit einem Rückstand von 5:12 Minuten. Mit Startnummer 61 ins Rennen gegangen, musste sich der Neuffener auch erst einmal nach vorne arbeiten. „Ich bin am Start für meine Verhältnisse eigentlich gut weg gekommen. Aber die ersten zwei Berge musste ich trotzdem komplett laufen. Ich bin an die Gruppe vor mir zwar immer näher gekommen, aber es hat nicht mehr gereicht. Das ist schon ein bisschen ärgerlich“, meinte Pfäffle, der mit seiner Verfassung aber zufrieden war.

Irgendwann hatte er den mit Nummer 31 ins Rennen gegangenen Georg Egger erreicht und überholt. Egger gab den Versuch dranzubleiben rasch wieder auf. „Chris ist so vorgeballert. Ich bin dann einmal ins Schlingern gekommen und dachte, ich fahre lieber meinen Speed“, erzählte Georg Egger.

Er passierte 34 Sekunden später als 27. die Linie. „Es lief ganz solide. Die Spritzigkeit war schon besser als in Bad Säckingen und ich konnte konstant durchfahren. Die Strecke hier ist besonders, aber sie macht Spaß“, meinte der Deutsche U23-Meister.

Lukas Baum (Koch Engineering-Müsing Bikes) hatte in der Startphase Pech. Er hatte sich bis zur ersten Kurve schon bis etwa an 20. Position vorgefahren, als ihn ein Konkurrent „ins Geländer“ drückte. Baum stürzte und fiel weit zurück. „Sehr schade, ich hatte gute Beine. Wenn ich die Startphase überlebt hätte, dann wäre was drin gewesen“, bedauerte Lukas Baum. Nach dem Sturz hatte er Schmerzen im Oberschenkel und auch die Vorderrad-Bremse funktionierte nicht mehr korrekt. So wurde es nur Platz 40 (+9:13).

Lukas Baum und Georg Egger wollen am Sonntag auch noch beim Swiss Bike Cup in Buchs an den Start gehen.

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