Trofeo Delcar Montichiari: Fontana und Neff souverän – Näf mit Comeback

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Genügend Zeit für einen Wheelie: Marco Fontana ©Michele Mondini

Jolanda Neff (Liv Pro XC) hat in Montichiari ihre Siegesserie 2014 fortgesetzt und die Trofeo Delcar vor Tanja Zakelj (Unior Tools) und Kathrin Stirnemann (Sabine Spitz-Haibike) gewonnen. Bei den Herren gewann Marco Fontana (Cannondale Factory Racing) vor Florian Vogel (Scott-Odlo) und Ralph Näf (BMC Racing).

Marco Fontana fuhr mit der selbst gesteckten Vorgabe „aggressiv“ los. Schon nach einer Runde hatte er 23 Sekunden Vorsprung. Doch im Gegensatz zu den US-Cup-Rennen in Kalifornien konnte der Italienische Meister in Montichiari bis zum Schluss durchziehen.
Mit 1:08 Minuten Vorsprung cruiste er mit einem Wheelie über die Ziellinie.
„Die Form wird besser“, bilanziert Fontana in einer persönlichen Pressemitteilung. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Test heute und ich bin zuversichtlich für die kommenden großen Ziele“, konstatierte er.
Florian Vogel war an zweiter Position alleine unterwegs, nachdem er Daniele Braidot abgeschüttelt hatte.
Im Sprint um Platz drei bezwang Ralph Näf den Italiener Gerhard Kerschbaumer (i.idro Drain-Bianchi), 1:40 hinter Fontana. Näf feierte nach einer Verletzungspause ein gelungenes Comeback. Nach der ersten Runde kam er erst etwa an 20. Position an die Zeitmessung, doch dann rollte er das Feld von hinten auf.
„Ich habe gar nicht damit gerechnet, aber ich konnte zuletzt gut trainieren und das hat anscheinend gefruchtet“, so Näf.

Neff setzt Siegesserie fort
Bei den Damen baute Jolanda Neff ihre beeindruckende Siegesserie aus. Die 21-Jährige bleibt – abgesehen von zwei Etappen beim Afxentia – ungeschlagen und stand zum vierten Mal in diesem Jahr ganz oben auf dem Podest.
Gemeinsam mit der anderen Superstarterin, Kathrin Stirnemann setzte sich Jolanda Neff schon in der ersten Runde vom Rest des Feldes ab. Stirnemann konnte in der zweiten Runde das Tempo nicht mehr mitgehen und wurde noch von Weltcup-Gesamtsiegerin Tanja Zakelj abgefangen.
Zakelj kam als Zweite mit 1:39 Minuten Rückstand ins Ziel, Stirnemann lag weitere 1:10 Minuten zurück.
Irina Kalentieva (RusVelo) kam in ihrem ersten Saisonrennen mit 3:47 Minuten Differnz auf Rang vier.

Nathalie Schneitter (Colnago Südtirol) wurde im ersten Rennen nach ihrer Verletzung auf Zypern auf Platz elf, während Teamkollegin Eva Lechner das Rennen aufgeben musste. Sie war gesundheitlich angeschlagen in die Konkurrenz gegangen.
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