Trofeo Delcar Montichiari: Gelingt Vogel der dritte Sieg? – Fumic will aufs Podium

 150329_AUT_Langenlois_XCO_ME_Vogel_acrossthecountry_mountainbike_by_Kuestenbrueck
(Ein) Favorit in Montichiari: Florian Vogel, hier bei seinem Sieg in Langenlois ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion


Der Deutsche Meister und der Vizemeister bestreiten am Sonntag in Italien die Trofeo Delcar. Ex-Meister Manuel Fumic (Cannondale Factory Racing) will in Montichiari ums Podium mitfahren, während Markus Schulte-Lünzum (Focus XC) sein Tief überwinden will. Nach bisherigem Saisonverlauf ist aber ein Teamkollege von ihm favorisiert.

Das Rennen der HC-Kategorie, westlich von Verona, hat sich Manuel Fumic schon in der Saisonplanung markiert. Als Zeitpunkt, an dem „in einer guten Verfassung am Start stehen“ wollte und bei dem Event, den er 2013 schon mal gewinnen konnte, „ums Podium mitfahren“.

Ein Leistungstest Anfang der Woche scheint zumindest nahe zu legen, dass das auch klappen könnte. Nun, die Wahrheit liegt auf der Rennstrecke und nicht im Labor. So hat Manuel Fumic erst einmal ohne Defekt durchzukommen und muss dann auch noch namhafte Kontrahenten hinter sich lassen.

Nach seinen zwei beeindruckenden Saisonsiegen muss man Focus-Fahrer Florian Vogel bei der Trofeo Delcar als Favoriten handeln. Wenn der Schweizer seine Form stabil hält oder gar ausbauen kann, dann wird es noch eine Zeit dauern, ehe Fumic oder auch Fabian Giger (Colnago-Südtirol) die Lücke schließen können.

„Ich freue mich, dass es nun in Europa richtig lost geht. Ich fühle mich noch nicht in Topform, hoffe aber, dass es trotzdem für ein gutes Resultat reicht“, bleibt Giger auch eher zurückhaltend in seiner Ansage.
Vorjahres-Sieger Marco Fontana (Cannondale Factory Racing), der vor Ostern am Monte Tamaro schon überzeugen konnte, dürfte aber im Heimatland vorne mitmischen wollen. Die Multivan-Merida-Biker José Hermida, Thomas Litscher und Ondrej Cink, sowie Gerhard Kerschbaumer (i.idro-Drain Bianchi) sind ebenfalls vorne zu erwarten.

Schulte-Lünzum: Potenzial abrufen
Über diese Regionen macht sich Markus Schulte-Lünzum derzeit keine Gedanken. Der Halterner muss die Enttäuschungen aus seinem Meistertrikot schütteln, die er auf Zypern und auch in Langenlois einstecken musste.

„Ich glaube fest daran dass es jetzt wieder richtig aufwärts geht. In Montichiari möchte ich einfach mein bestes geben und ein gutes Gefühl haben, das ich im Rennmodus bin. Was dann dabei rauskommt, davon lass ich mich überraschen. Aber ich bin doch nach wie vor davon überzeugt, dass wenn ich mein Potential abrufe, ich schnell Rennen fahren kann“, sagt Schulte-Lünzum. Den Schwung der guten Tage zuhause im Westmünsterland wolle er nach Italien mitnehmen.

Wegen des HC-Status des Rennens und der damit verbundenen Weltranglistenpunkte hat auch Lexware-Biker Christian Pfäffle die Reise nach Montichiari gewählt. Allerdings wird es angesichts der Besetzung auch nicht einfach weit in die Top 25 einzudringen und ein ordentliches Punktepaket mitzunehmen.

Damen: Lena Wehrle einzige Deutsche
Bei den Damen sind es Eva Lechner (Colnago-Südtirol), Maja Wloszczowska (Kross Racing) und Margot Moschetti (Betch.nl Superior Brentjens) über die wohl der Weg zum Sieg führen wird.
Als einzige Deutsche im Damen-Rennen ist Lexware-Bikerin Lena Wehrle gemeldet. Die U23-Meisterin, derzeit mit ihrer Bachelor-Arbeit beschäftigt, hofft darauf ein paar Punkte sammeln zu können.

www.montichiarimtb.com