UCI legt Athleten-Kommission neu auf

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Die aktiven Radsportler sollen mehr Einfluss erhalten. Das gab der Radsport-Weltverband UCI bekannt. Dafür soll die Athleten-Kommission völlig neu aufgestellt werden, 13 Sportler aus allen Disziplinen werden dort vertreten sein.

Das klingt ja nach Demokratie. Die nationalen Verbände sind aufgefordert für jede Disziplin Vorschläge zu benennen, über die dann unter den Sportlern per Online-Wahl abgestimmt wird. Im Mai soll die Zusammensetzung der Kommission dann bekannt gegeben werden.

Die 13 Radsportler wählen dann aus ihrer Mitte einen Präsidenten, der dann auch einen Sitz im höchsten UCI-Gremium, dem Management-Komitee haben wird. Gleichzeitig soll jeweils ein Athlet auch der betreffenden Fachkommission angehören, ein Mountainbiker also der MTB-Kommission.
Dort sitzen aktuell mit Downhiller Greg Minnaar und Georgia Gould zwei Athleten. Zusätzlich mit Mannie Heymans aus Namibia ein Ex-Mountainbiker.

Was die Kommission für Funktionen hat
Die Hauptfunktionen der Athleten-Kommission, die es zuletzt so nicht mehr gab, beschreibt die Presse-Mitteilung so:
-Verbesserung der Trainings- und Wettkampfbedingungen
– die Garantie, dass die Anliegen von Fahrern von der UCI und ihrer Administration gehört wird
– der UCI ein direktes Feedback von Fahrerinnen und Fahrern einzuholen
– die Verbindung zwischen Sportlern und der UCI verstärken.

So soll die Kommission zusammengesetzt werden:
2 x Straßenrennsport
2 x Bahnradsport
2 x BMX
2 x MTB
2 x Para-Cycling (jeweils eine Frau und ein Mann)
1 x Cyclo-Cross
1 x Trial
1 x Kunstradsport

Noch nicht bekannt: Wie die Vorschläge zustande kommen
„Ich bin persönlich sehr erfreut über die Neu-Geburt der Athleten-Kommission“, wird UCI-Präsident Brian Cookson in der Pressemitteilung zitiert. Bei seiner Wahl habe das auf seiner Agenda gestanden. „Mit dem Sitz in der jeweiligen (Fach-)Kommission und dem Sitz des Präsidenten im UCI Management-Komitee wird die Athleten-Kommission eine treibende Kraft im Radsport werden.“

Noch nicht bekannt ist und auch nicht vorgegeben ist, auf welche Art und Weise die nationalen Verbände die jeweiligen Sportler auf die Vorschlagsliste setzen werden. Zumindest in der Theorie kann das natürlich auch dazu führen, dass man auf der Liste nur der Verbandsführung genehme Athleten findet.