Vaude Trans-Schwarzwald#2: Käß reißt in der Abfahrt aus

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Zweiter Etappensieg für Jochen Käß in Freudenstadt ©Vaude Trans-Schwarzwald

Jochen Käß von Centurion-Vaude ist am zweiten Tag der Vaude Trans-Schwarzwald zwischen Bad Wildbad und Freudenstadt sein zweiter Etappensieg gelungen. Der 33-Jährige siegte nach 68,5 Kilometern mit vier Sekunden Vorsprung auf Matthias Pfrommer (Haico Racing) und fünf Sekunden vor dem Portugiesen Tiago Ferreira (Protek).

Nach dem kuriosen Ende am Vortag, als Ferreira mit 30 Sekunden Vorsprung in Führung lag und eine falsche Abzweigung nahm, verbuchte Käß diesmal einen „richtigen“ Etappensieg.

Die erste Attacke des Tages lancierten der Metzinger Steffen Greger und der Spanier Oscar Pujol. Vom Münsinger Uwe Hardter kam dann die Konter-Attacke. Der 37-Jährige von Texpa-Simplon übernahm noch vor dem zweiten Depot in Baiersbronn bei Kilometer 34 die Spitze und baute bis zum letzten langen Anstieg nach Kilometer 50 seinen Vorsprung auf die Verfolger auf knapp zwei Minuten aus.

Hinter ihm war ein 34 Fahrer starkes Feld unterwegs und es war klar, dass im steilen rund vier Kilometer langen Anstieg von Friedrichsthal hinauf in Richtung Kniebis die Attacken laufen würden.

Von Anfang an wurde „brutal gefahren“, wie Simon Stiebjahn (Team Bulls) berichtete. Markus Kaufmann (Centurion-Vaude) fuhr von vorne und in der Schlussphase des Anstiegs attackierte Tiago Ferreira. Die beiden Centurion-Vaude-Fahrer gingen mit und oben am Berg hatten die Spitzenfahrer Uwe Hardter gestellt. Die kleine Gruppe, die zuerst den Gipfel bezwang wuchs aber in der Abfahrt Freudenstadt wieder auf rund 20 Fahrer an.

Käß führt jetzt mit 18 Sekunden Vorsprung
Etwa 1,5 Kilometer vor dem Ziel ging es noch einmal steil bergrunter. In dieser Passage gelang es Jochen Käß eine Lücke von einigen Sekunden zu reißen, die er vor dem Calwer Matthias Pfrommer mit in den letzten Anstieg von gut 500 mitnahm.

„Ich bin dann alles gefahren, was ich hatte und es hat gereicht. In der Gesamtwertung hat es zwar keine große Auswirkungen, aber immerhin habe ich keine Zeit verloren“, kommentierte Käß seinen zweiten Tagessieg.

Die Führung in der Gesamtwertung vor Teamkollege Markus Kaufmann, der am Vortag zeitgleich war, beträgt jetzt aber 18 Sekunden, weil der Meckenbeurener erst als Achter das Ziel erreichte. Auf Ferreira sind es jetzt 45 Sekunden.

Lexware-Fahrer Sascha Weber aus St. Wendel verfehlte als Vierter erneut das Podium, diesmal um knapp vier Sekunden. Sein Rückstand in der Gesamtwertung beträgt jetzt 1:47.
Tagesfünfter wurde sein Teamkollege Markus Bauer, der mit zwölf Sekunden Rückstand ins Ziel kam.

Damen: Sprint-Entscheidung
Bei den Damen siegte die niederländische Cyclo-Cross-Spezialistin Sanne van Paassen im Sprint vor der Freiburgerin Ann-Katrin Hellstern. Die in Freiburg lebende Niederländerin Hielke Elferink vom Neustädter Wheeler-iXS-Team kam zwölf Sekunden später als Dritte ins Ziel.
In der Gesamtwertung führt weiterhin Hellstern vor Elferink und van Paassen.

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