Vaude Trans-Schwarzwald#5: Stiebjahn gewinnt Schluss-Etappe, Pernsteiner die Rundfahrt

 Hermann Pernsteiner_trans-schwarzwald_by Centurion-Vaude.
Grund zum Strahlen: Hermann Pernsteiner gewann die elfte Auflage der Trans-Schwarzwald ©Centurion-Vaude

 

Zum Abschluss der 11. Vaude Trans-Schwarzwald ist Simon Stiebjahn ein Coup gelungen. Der Bulls-Fahrer gewann die letzte Etappe von Murg an den Feldberg und sicherte sich damit hinter dem Tages-Dritten Hermann Pernsteiner (Centurion-Vaude) den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Stiebjahn erreichte acht Sekunden das Ziel am Seebuck acht Sekunden vor Cross-Country Vize-Europameister Fabian Giger (Kross Racing), der im Finish Pernsteiner auf Rang drei verwies.

Bei den Damen gab es mit Jaqueline Dietrich vom Team Stuttgart erstmals einen anderen Namen auf der Liste der Etappensiegerinnen. Dietrich gewann 4:18 Minuten vor Gesamtsiegerin Elisabeth Brandau (Radon-EBE Racing), die bis dahin alle Etappen für sich entschieden hatte.

Nach gut 20 Kilometern hätte im Kampf um den zweiten Rang eine Vorentscheidung fallen können. Christoph Soukup (Texpa-Simplon) war mit einer Sekunde Vorsprung auf Simon Stiebjahn in die letzte Etappe gestartet. Beide lagen in der Spitzengruppe als Soukup Defekt erlitt.
Erst mal fuhr der Rest der Kopfgruppe mit Stiebjahn weiter, doch dann wurde das Tempo gedrosselt. Soukup konnte aufschließen.

So kletterte die Spitzengruppe mit den Favoriten am Herzogenhorn vorbei. “Ich habe mich auf den letzten Kilometer konzentriert”, erklärte Simon Stiebjahn, der nur 15 Autominuten entfernt vom Zielort in Langenordnach, einem Ortsteil von Titisee-Neustadt, lebt.

Heimspiel und Wille
Eigentlich hatte er Bedenken gehabt weil er selbst nicht der große Kletterspezialist ist. “Am Streckenrand haben mich viele Leute unterstützt und ich hatte den Willen unbedingt Zweiter in der Gesamtwertung zu werden”, berichtete Stiebjahn von der extra Portion Motivation, die es ihm ermöglichte auf besagtem letzten Kilometer die Entscheidung herbei zu führen.
Die steile Skibrücke über die Bundesstraße nutzte Stiebjahn um die Lücke zu reißen, die ihm den emotional geprägten Etappensieg und Rang zwei in der Gesamtwertung bescherte.

Kaufmann: Entscheidenden Boden verloren auf Etappe 4

Der Deutsche Meister Markus Kaufmann (Centurion-Vaude) hatte nicht mehr die Reserven um die Podiums-Plätze anzugreifen. “Ich war schon vor der Trans-Schwarzwald etwas durch und heute sind alle auf einem hohen Niveau gefahren, da war nichts mehr möglich”, erklärte Kaufmann, der Gesamtvierter wurde.
Er hatte vor allem auf der vierten Etappe durch einen Sturz Zeit eingebüßt. Bis dahin lag er in der Spitzengruppe, respektive auf dem zweiten Platz der Gesamtwertung. Nach dem Sturz schaffte er den Anschluss an die Gruppe nicht mehr und verlor entsprechend viel an Boden.

Sein Teamkollege Hermann Pernsteiner konnte derweil seine Form nach dem Sieg bei der Transalp konservieren und Nachfolger von Kaufmann werden, der im Vorjahr die Trans-Schwarzwald für sich entschieden hatte. Pernsteiners Gesamtsieg geriet nicht mehr in Gefahr.

Damen: Brandau ungefährdet

Das lässt sich auch für den von Elisabeth Brandau sagen. Sie dominierte das Geschehen über die fünf Tage. Daran ändert auch der finale Etappensieg von Jaqueline Dietrich nichts. Die 20-jährige Durbacherin lag in der Gesamtwertung schon viel zu weit zurück und konnte auch die Podiumsreihenfolge nicht mehr durcheinander wirbeln.

“Heute hatte ich kaputte Beine und bin einfach meinen Rhythmus gefahren”, erklärte Elisabeth Brandau. In er Nacht habe sie “nur gehustet”.  Jetzt sei sie “schon platt”, lobte aber die “schöne Tour” und die “super Orga”. Das sei “fast wie Urlaub, nur anstrengender.”
Zweite wurde die niederländische Marathon-Meisterin Hielke Elferink (Craft Rocky Mountain) vor Andrea Waldis (Luna Pro Team).

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