Wanda weiter auf Einkaufstour: Swiss Epic wechselt den Besitzer

 

Mountainbike-Rennen scheinen auch wirtschaftlich attraktiv. Nach den Urban Cycling Worlds und dem Cape Epic wandert also nun auch das erst 2014 ins Leben gerufene Etappenrennen Swiss Epic ins Portfolio der Ironman-Gruppe, die zur chinesischen Wanda Sports Holding gehört.

 

Wanda, respektive ihre Sports Holding Company Ironman, ist also weiter auf Einkaufs-Tour. Das von Perskindol gesponserte Swiss Epic, von den Schweizern Joko Vogel, Daniel Gehrig und Thomas Frischknecht vor vier Jahren initiiert und umgesetzt, soll in eine weltweite Serie integriert werden. Das wird in einer Pressemitteilung angedeutet, die nach der diesjährigen vierten Auflage des Swiss Epic angedeutet. Der Südafrikaner Kevin Vermaak, Gründer des Cape Epic, verantwortet den Aufbau dieser Serie, zu der dann wohl auch das „The Pioneer“ in Neuseeland gehören wird. Denn das gehört auch zur Ironman-Gruppe.

 

Was der Besitzer-Wechsel bedeutet? Auf jeden Fall eine gewisse Finanzkraft, die versuchen wird die Bedeutung des Swiss Epic weiter auszubauen. Und die Möglichkeit, sich in der Schweiz für das Cape Epic zu qualifizieren. Ob damit auch die Teilnehmer mehr Startgeld berappen müssen, wird sich zeigen.

200 Events weltweit

Im Grunde ist es erst mal kein schlechtes Zeichen für die Disziplin MTB, wenn sich ein großer Fisch namens Wanda für sie interessiert. Wanda bezeichnet sich selbst als die weltweit führende Einheit im Sportbusiness. Zur Tochter-Firma Ironman gehören weltweit 200 Events in 50 Ländern im Triathlon, Rad- und Laufsport, darunter auch die Cyclassics in Hamburg, die durch den Kauf der Lagardère Sports and Entertainment-Gruppe 2016 in den Besitz der Chinesen überging.

 

Wanda-Chef Wang Jianlin ist, je nach Quelle, der reichste oder zweitreichste Chinese und Wanda ist auch Sponsor der FIFA und von Atletico Madrid, hat via Lagardère den Sportvermarkter Infront übernommen und so weiter.

Im Fußball lässt sich seit einiger Zeit besichtigen, mit welch großen finanziellen Anstrengungen chinesische Wirtschaftsvertreter versuchen weltweit Einfluss zu gewinnen. Ein Stück weit im Wettbewerb mit Katar, das ja ähnlich wie China einem langfristigen Plan folgt, ebenfalls unglaublich viel Geld locker macht (siehe Neymar-Transfer, etc.), während gleichzeitig die Arbeiter auf ihren Baustellen unter menschenunwürdigen Bedingungen schuften müssen.

Die vollständige Pressemitteilung