Weltcup Albstadt: Statements der Deutschen vor dem Heim-Weltcup

FOTO | Aus der ersten Startreihe: Adelheid Morath ©Erhard Goller

Drei deutsche Damen haben für den Heim-Weltcup in Albstadt Erwartungen geweckt Adelheid Morath nennt es ein „tolles Gefühl“ vor Heimpublikum in Reihe eins zu starten und Sabine Spitz sieht die Zuschauer „als großen Pluspunkt.“ Die deutschen Herren wollen ohne Zwischenfälle am Sonntag ebenfalls für erfreuliche Ergebnisse sorgen. Einige Statements von deutschen Fahrern vor der fünften Weltcup-Auflage in Albstadt.

 

Sabine Spitz (Wiawis): „Das Ziel ist immer möglichst weit vorne zu landen, aber den Erfolg in Albstadt mache ich nicht daran fest, ob ich Erste oder Sechste werden.

Vierte wie im Vorjahr wäre schon super für mich.“

Dazu, dass ihr das Profil nicht liegt: „Klar, wenn man gut drauf ist, dann kann man alle Strecken gut fahren. Und die Zuschauer sind ein großer Pluspunkt.“

Adelheid Morath (Bikesportworld): „Mein Ellbogen hat sich nach Nove Mesto noch mal entzündet, deshalb habe ich danach eine längere Pause gemacht wie normal. Aber durch den sechsten Platz in Nove Mesto habe ich viel Selbstvertrauen getankt. Ich freue mich mega auf Albstadt. Es ist ein tolles Gefühl beim Heimweltcup in der ersten Startreihe zu stehen.

Es liegt an mir, was ich draus mache. Wenn ich noch mal die Beine habe wie in Nove Mesto, dann ist einiges drin. Man weiß ja nie, ich lasse mich einfach mal überraschen.“

Helen Grobert (Cannondale Factory Racing) will im Vorfeld keine große Erwartungshaltung aufbauen und sagt:

„Wir freuen uns natürlich ganz besonders, weil es ein Heimrennen ist. Ich werde wieder um jede Position kämpfen und dann werde ich sehen was dabei raus kommt.“

Ihr Coach Phil Dixon sagt zum überraschend guten Resultat in Nove Mesto:

„Olympia bedeutet für junge Athleten immer eine hohe emotionale Beanspruchung. Deshalb hat Helen im Herbst eine lange Pause gemacht. Wir haben uns Zeit genommen und die Vorbereitung ganz auf die Weltcups ausgerichtet. Deshalb hat mich die Leistung nicht überrascht.“

Damen-Rennen am Sonntag um 11.15 Uhr live bei redbull.tv erstmals auch mit deutschem Kommentar durch Christopher Ryan und Mike Kluge

 

HERREN

Manuel Fumic (Cannondale Factory Racing): „Von Nove Mesto habe ich mehr erwartet. Ich würde nicht sagen, dass ich unter Druck stehe, den meisten Druck mache ich mir selber. Aber es ist schon richtig, ich wollte in Nove Mesto ein top Ergebnis haben weil ich weiß, dass mir Albstadt nicht liegt.

In Albstadt muss alles funktionieren. Ich kann mir nicht erlauben in der Startrunde zu parken weil es in Albstadt sowieso viel schwieriger ist wieder nach vorne zu kommen. Ich traue mir schon zu, dass ich ein einstelliges Ergebnis fahren kann weil die Form stimmt.“

 

Christian Pfäffle (Möbel-Märki): Ich war von den drei Stürzen in Nove Mesto zwar schon noch ziemlich verbeult, aber am Sonntag sollte mich das nicht mehr behindern. Top 30 kann ich anpeilen. Es kommt drauf an wie die Startphase verläuft, aber ich brauche mir keine Sorgen machen, dass die Form nicht da ist. Die ist besser als ich erwartet habe.“

Markus Schulte-Lünzum (Focus XC): „Ich freue mich extrem auf den Heim-Weltcup. Ich habe ja super Erinnerung an Albstadt. Dort habe ich ja in der U23 2013 meinen ersten Weltcup gewonnen, das Bild hängt immer noch im Flur. Die Gefühle an ein gelungenes Rennen sind als immer präsent. So ein Rennen würde ich am Sonntag auch gerne fahren, losgelöst vom Ergebnis. Ich denke, ich bin in der Verfassung für eine sehr gute Platzierung, die Top 25 sind möglich. Nove Mesto muss ich vergessen, am Sonntag gibt es eine neue Chance.“

Moritz Milatz (Kreidler Werksteam): „Irgendwas ist in den vergangenen Wochen schief gelaufen, aber ich weiß nicht, was es war. Ich hoffe, dass es sich langsam wieder gerade rückt.

Albstadt auszulassen, war ein erster Gedanke, aber letztlich keine Option. „Das würde auch nichts verbessern. Ich habe im Moment auch keine andere Idee.“

 

Ben Zwiehoff (Bergamont): Ich denke, ich mache das am Sonntag genauso wie in Nove Mesto, außer, dass mir die Kette nicht reißen sollte. Ich habe gezeigt, dass ich gute Form habe. Obwohl ich ausgeschieden bin, habe ich nach dem Rennen viele motivierende Nachrichten bekommen. Wenn das Material hält, kann ich ein gutes Rennen fahren. Die Startposition ist hier in Albstadt natürlich wichtiger, aber ich sehe es nicht so krass. Kurse wie Albstadt liegen mir und ich bin eigentlich ganz entspannt.“

Herren-Rennen um 14.15 Uhr live bei redbull.tv, auch hier erstmals mit deutschem Kommentar