Weltcup Albstadt: Erstes U23-Podest für Georg Egger

FOTO |Georg Egger ©Traian Olinici

Der Italiener Nadir Colledani hat das U23-Rennen des UCI Mountainbike Weltcups in Albstadt gewonnen. Für Jubel beim deutschen Publikum sorgte der zweite Platz von Georg Egger (Lexware Mountainbike Team). Rang drei ging an den Kanadier Peter Disera.

 

Der Kanadier war es, der zu Beginn das Renngeschehen diktierte und sich einen Vorsprung herausfahren konnte. Doch Disera konnte sein Tempo nicht halten. „Ich musste dafür bezahlen, dass ich zu viel Gas gegeben habe“, so der Kanadier.

Die Verfolgergruppe mit Georg Egger schloss auf und die Karten wurden neu gemischt. Der Deutsche U23-Vize-Meister lag nach der ersten Zwischenzeit noch 25 Sekunden zurück. „Ich bin für mein Gefühl schnell losgefahren, aber die anderen eben schneller“, meinte er später grinsend.

Als er die Spitzengruppe erreicht hat und gleichzeitig Disera eingeholt ist, schaut sich Egger das Geschehen eine Runde lang an und übernimmt dann die Spitzenposition. Rasch reißt er die Formation auseinander. Nur Nadir Colledani kann folgen.

Das Duo vergrößert den Vorsprung auf eine vierköpfige Verfolgergruppe auf 30 Sekunden.

Dann gelingt es Colledani an einem steilen Anstieg eine Lücke zu reißen. „Da war er immer ein wenig stärker“, bekannte Egger. „Ich wollte auch nicht überziehen, habe aber immer das Gefühl gehabt guten Druck zu haben.“

Happy mit dem ersten Weltcup-Podium

Der Italiener war nicht mehr zu halten und gewann mit in 1:24:06 Stunden mit 35 Sekunden Vorsprung auf Egger. Weitere 15 Sekunden dahinter gewann Disera das Finish gegen den Italiener Gioele Bertolini.

Dessen Landsmann Colledani, der zwei kleinere Stürze hatte, war überglücklich über seinen ersten Weltcup-Sieg: „Mir liegt die Hitze, das hat sich im Rennen sehr gut angefühlt.“

Georg Egger war auch mit Rang zwei hochzufrieden. „Ich habe gemerkt, ich kann da vorne mitfahren, der Körper hat sich gut angefühlt. Ich bin happy mit meinem ersten Weltcup-Podium“, so der bayrische Schwabe.

Nove-Mesto-Sieger Petter Fagerhaug (Nor) lag in der Verfolgergruppe, als er zwei Runden vor Schluss einen Hinterrad-Defekt erlitt. Als Zehnter (+2:21) rettete er in der Gesamtwertung zwei Punkte Vorsprung auf Martins Blums aus Lettland, der Tages-Sechster wurde. Georg Egger ist Dritter.

Kindlers starke Aufholhagd: Platz 26

Während der Deutsche Meister Lukas Baum (Kurschat Consulting) mit Kreislauf-Problemen aufgeben musste, konnte mit Mark Kindler ein Fahrer überraschen, den kaum einer auf der Rechnung hatte. Als 26. (+5:14) verpasste er die Weltcup-Punkte im Sprint gegen Junioren-Vizeweltmeister Vital Albin nur hauchdünn.

Zufällig waren Albin und Kindler auch mit den Startnummern 111 und 112 genau nebeneinander aufgestellt. Sie verloren sich aus den Augen, fanden sich dann aber in der vorletzten Runde wieder.

„Bei mir lief es heute richtig gut“, freute sich Kindler. Ich habe schon im Training gemerkt, dass ich richtig Power habe und dass ich heute zeigen kann, was ich drauf habe. Ich habe allerdings nur auf die Top 40 gehofft, dass es so weit nach vorne gehen kann, hätte ich nicht gedacht“, so der Hausacher vom Team Link Rad Quadrat.