Weltcup Andorra: Erster U23-Weltcupsieg für Simon Andreassen – Georg Egger Neunter

FOTO | Hier trennten sich die Wege von Georg Egger, Max Brandl und Lukas Baum. ©Erhard Goller

 

 

Es war knapp, aber es ist ihm gelungen: Der zweifache Junioren-Weltmeister Simon Andreassen. Im Bikepark Vallnord, Andorra, gewann der Däne von Specialized Racing nach 1:17:14 Stunden nach einem spannenden Rennen seinen ersten U23-Weltcup, eine Sekunde vor dem Südafrikaner Alan Hatherly (Team Spur) und elf Sekunden vor dem Letten Martin Blums. Auf Rang neun: Georg Egger (Lexware Mountainbike Team, 1:59).

 

Andreassen und Blums bildeten das erste Leader-Duo und holten sie 20 Sekunden Vorsprung auf Alan Hatherly heraus. Die Lücken dahinter sind mindestens genauso groß und nichts deutet darauf hin, dass es am Ende fünf Fahrer sind, die gemeinsam auf die letzten vier Kilometer gehen. Hatherly hat schon drei Runden vor Schluss aufgeschlossen, doch es kommen überraschend auch noch der Rumäne Vlad Dascalu und Albstadt-Sieger Nadir Colledani aus Italien dazu.

Dascalu greift an, kann aber keine Wirkung erzielen. Dann ist es Andreassen, der die Vorentscheidung herbeiführt. „Ich habe so gelitten“, bekennt er im Ziel und verweist auf Rückenschmerzen, die ihn ja zu einer mehrwöchigen Pause gezwungen hatten.

Er holt ein paar Meter Vorsprung heraus und jubelt über seinen ersten Weltcupsieg. Hinter Hatherly positioniert sich Martin Blums, der jetzt der erste lettische Weltcup-Führende ist, nachdem der Norweger Petter Fagerhaug als 54. überhaupt nicht klar kam. Auf den Plätzen vier und fünf landen Albstadt-Sieger Nadir Colledani und Vlad Dascalu.

Schlechter Start von Georg Egger

Georg Egger hatte an diesem sonnig-windigen Tag auf 1900 Metern Höhe nichts mit den Podiums-Plätzen zu tun. Der Zweite vom Weltcup in Albstadt erwischte keinen optimalen Start, ohne dabei wirklich auf die Höhenlage Rücksicht zu nehmen. „War halt so“, zuckte Egger mit den Schultern.

So musste er sich von Position 16 nach einer Runde langsam nach vorne arbeiten. In Runde drei von sechs war er an achter Stelle angekommen, doch es zeichnete sich da schon ab, dass es nicht mehr weiter gehen würde. Zu groß war der Abstand auf Rang sieben.

So kämpfte er mit dem Norweger Erik Haegstad um diesen achten Platz und verlor den Zweikampf. „Platz neun ist okay. In den letzten Jahren hat man gesehen, dass das hier nicht unbedingt meine Strecke ist. Es hat sich heute nicht besonders gut angefühlt, aber ich bin letztlich ganz zufrieden“, kommentierte Egger sein Resultat.

Weil der bisherige Gesamtführende Petter Fagerhaug einen rabenschwarzen Tag erlebt und nur 54. wird, kann Egger mit seinem Ergebnis den dritten Gesamtrang verteidigen, 19 Punkte hinter Colledani (143) und 46 hinter Blums.

Brandls Körper will nicht

Zweitbester Deutscher war sein Teamkollege Max Brandl der nach seinem Speichenbruch von Anfang Mai seinen ersten Saison-Weltcup auf Platz 15 (+2:55), beendete.

Brandl erwischte einen ordentlichen Start, doch es dauerte eine Runde bis er in den Top-Ten angelangt war. Ab Runde zwei wurde er aber zunehmend schwächer. „Ich hatte ein Loch und irgendwie keine Motivation das Tempo der anderen mitzugehen. Das was mich eigentlich stark macht, hat gefehlt. Der Körper wollte einfach nicht, ich habe keinen Druck mehr aufs Pedal bekommen“, erklärte Brandl. In der vierten Runde war er nicht mehr in den Top 20, doch dann versuchte er im steilen Schotteranstieg einfach mal Druck zu machen und dann kehrte sich das Gefühl um und er machte wieder Boden gut.

Lukas Baum (Kurschat Consulting) kommt in der Höhenluft nicht an sein Potenzial heran. Er wird 24. (+3:42). „Ich fühle mich hier einfach nicht wohl. Ein gleichmäßiges Tempo geht, aber in die Spitzen komme ich nicht rein. Dafür bin ich noch ganz zufrieden“, sagt Baum.

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