Weltcup Andorra: Kluge Strategie führt Sina Frei zum U23-Sieg

FOTO | Sina Frei auf dem Weg zu ihrem ersten Weltcupsieg 2017. Evie Richards und Kate Courtney hat sie hinter sich gelassen ©Erhard Goller

 

 

U23-Europameisterin Sina Frei (jb Brunex-Felt) hat in Andorra ihren ersten Saisonsieg im Weltcup gefeiert. Sie gewann das U23-Rennen im Bikepark Vallnord in 1:16:47 Stunden mit 1:08 Minuten Differenz auf Kate Courtney (Specialized Racing) und 1:52 Minuten vor der Britin Evie Richards, die damit das weiße Leaderjersey wieder an Courtney abgeben musste.

 

Das Trio Frei, Courtney und Richards untermauerte seine Vormacht-Stellung in dieser Saison bereits in der erste Runde. Rasch entstand eine Lücke zum Rest der Konkurrenz.

Dann ist es erst mal Courtney, die das Tempo bestimmt, bevor Evie Richards übernimmt und die Gruppe sprengt. Jeweils zehn Sekunden liegen Mitte der zweiten von fünf Runden zwischen den ersten Drei.

Doch Sina Frei, die an zweiter Stelle fährt, hat die klügste Strategie. Ende der Runde fährt sie zu Richards auf und am ersten Anstieg der zweiten Runde kann sie sich lösen. Der Rest ist ein Solo zum ersten Weltcup-Sieg in dieser Saison, nachdem sie im Winter an einer langwierigen Verletzung laboriert hat.

„Ich wollte am Anfang nicht zu sehr pushen und habe sehr darauf geachtet, dass ich meinen Rhythmus fahre und dass ich eine gute Trittfrequenz habe“, erklärt Sina Frei.

„In zwei Wochen mache ich meine Lehre als Kauffrau fertig, dann ist von der Form her sicherlich noch mehr möglich“, meint die 19-Jährige. Insgesamt hat sie jetzt sechs U23-Siege auf dem Konto.

Nicole Koller (Möbel Märki) kämpft mit der Höhenluft, aber auch mit ihrer Verfassung. Nach einer Runde liegt sie nur an 19. Position und hat bereits 2:03 Minuten Rückstand. „Ich habe die Höhe schon gemerkt, aber es ging auch sonst nicht so viel“, bekennt Koller, die sich aber immerhin noch auf den zehnten Rang (+7:51) ins Ziel kämpft.

Sina Frei auf dem Weg zu ihrem ersten Weltcupsieg 2017. Evie Richards und Kate Courtney hat sie hinter sich gelassen ©Erhard Goller
Theresia Schwenk ©Erhard Goller

Theresia Schwenk (Bike-Components) ist die einzige Deutsche im Rennen. Sie hat schwer zu kämpfen und landet mit einer Runde Rückstand schließlich auf Position 32.

 

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