Weltcup Andorra: Nummer 33 für Julien Absalon – Manuel Fumic überzeugt als Siebter

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Manuel Fumic mit Martin Fanger im Schlepptau ©Erhard Goller

Manuel Fumic hat zum Abschluss der Weltcup-Saison in La Massana, Andorra sein bestes Ergebnis abgeliefert. Als Siebter hatte er 1:30 Minuten Rückstand auf Julien Absalon (Frankreich, 1:26:08), der seinen 33. Weltcupsieg feierte und damit auch den siebten Gesamterfolg verbuchte. Zweiter wurde der Tscheche Ondrej Cink (+0:43) vor dem spanischen Überraschungs-Mann Pablo Rodriguez (+0:55).

 

Manuel Fumic (Cannondale Factory Racing) kam aus seiner 25. Startposition nicht optimal weg. „Es war ganz schön nervös am Start, ich kam schlecht weg“, bekannte Fumic.

So wurde nach einer Runde bereits 45 Sekunden Rückstand auf den führenden Ondrej Cink (Multivan-Merida) gemessen. Manuel Fumic versuchte trotzdem seine Aufholjagd dosiert zu gestalten. Nach zwei Runden lag er an 19. Stelle und hatte bereits 1:01 Minuten Differenz.

„Hier in der Höhe kann man schnell überzocken und ich wusste, das was ich in den ersten beiden Runden an Körner vergeude, wird mir am Ende fehlen“, erklärte Fumic seine Strategie.

Ab Runde drei kam eine Phase, in der Fumic genauso schnell unterwegs war wie Julien Absalon (BMC Racing) und Weltmeister Nino Schurter (Scott-Odlo), die auf der Verfolgung von Cink an zweiter und dritter Stelle unterwegs waren.

Fumic: Happy-End auf Rang sieben

Mit überaus konstanten Rundenzeiten kletterte der 34-Jährige Position um Position nach vorne und in Runde sechs von sieben schien sogar noch ein Top-Fünf-Ergebnis in Reichweite.

Ab der fünften Runde war der Schweizer Martin Fanger (BMC Racing) an Fumic’ Hinterrad und es fehlten nur noch 30 Sekunden auf einen Podiums-Platz (Top Fünf). Sie verkürzten auf 20 Sekunden, doch es sollte nicht mehr reichen. Fumic machte in der Schlussrunde noch einen Flüchtigkeitsfehler, so dass Fanger an ihm vorbei zog und sich den sechsten Rang holte (+1:16).

„Ich denke, ich bin ein kluges Rennen gefahren. Ab Runde zwei konnte ich immer mehr aufdrehen. Was mich aufgehalten hat, waren Konkurrenten in den technischen Passagen“, kommentierte Fumic. „Anfang der Woche habe ich mir nicht viel vorgenommen. Aber jetzt Siebter zu sein, ist noch mal eine Bestätigung und für mich ist das ein Happy End. Ich schaue schon zuversichtlich in Richtung 2017.“

Schulte-Lünzum: Plötzlich ist die Kraft weg

Der Deutsche Meister Markus Schulte-Lünzum (Focus XC) wurde nur 35. (+6:28). Nach einem guten Start, blieb ab Runde drei plötzlich die Kraft weg. „Ich habe nicht überzogen, aber auf einmal konnte ich auch meinen Rhythmus nicht mehr halten. Dafür habe ich noch das Beste draus gemacht“, so Schulte-Lünzum, der zwischenzeitlich auf Platz 43 zurückgefallen war.

Christian Pfäffle (Stevens MTB Racing) hatte das Pech, das sich in der Startphase auf seiner Seite ein Sturz ereignete. So wurde er ganz ans Ende des Feldes zurückgeworfen. „Als ich dann frei fahren konnte, ging es eigentlich ganz gut“, meinte Pfäffle. Vor allem am Ende. Die Schlussrunde fuhr er mit der 19. Zeit und noch mal eine halbe Minute schneller als die vorletzte Runde. „Am Anfang habe ich auch die Höhe brutal gemerkt“, gestand Pfäffle, der am Ende als 42. 7:47 Minuten Rückstand aufwies.

Martin Gluth (Novus-OMX) wurde 45. (+8:17). „Ich muss sagen, ich nicht zufrieden, ich hatte mehr erwartet. Ich habe am Anfang riskiert und dann hat es mich voll aufgestellt. Und zum Schluss hat mir ein wenig der Biss gefehlt.“ Ein Sturz kostete ihn am Ende auch noch eine Position.

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Für eine Runde ein Spitzentrio von links: Ondrej Cink, Nino Schurter und Julien Absalon (trinkend) ©Erhard Goller

Im Kampf um den Sieg bildete sich ab Runde vier ein Spitzentrio mit Olympiasieger Nino Schurter, Julien Absalon und Ondrej Cink. Doch eine Runde später fuhr Schurter in einer Abfahrt nach eigener Aussage „zu aggressiv“ und holte sich einen Hinterrad-Defekt. Damit war seine Chance auf den 21. Weltcupsieg und gleichzeitig den vierten Schweizer Sieg an diesem Tag dahin.

Julien Absalon griff gleich darauf im Anstieg an und der schwächer werdende Cink konnte nicht mehr mitgehen.

Für Rekordsieger Absalon ist es der dritten Saisonerfolg und der 33. in seiner Karriere. Damit holte er sich zum siebten Mal die Gesamtwertung, auch das ist Rekord. Die Schweizer und die Franzosen besetzten das komplette Podium. Nino Schurter belegt Rang zwei vor Maxime Marotte, Victor Koretzky (beide BH-Sr Suntour-KMC) und Mathias Flückiger (Stöckli Pro Team).

Bester Deutscher ist Manuel Fumic als 19., Christian Pfäffle wird als 44. geführt.

 

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