Weltcup Andorra: Schurters Solo zum Hattrick – „Deja-Vu“ für Manuel Fumic

 

Olympiasieger Nino Schurter aus der Schweiz hat beim Cross-Country-Weltcup in Andorra seinen dritten Sieg in Folge eingefahren. Der 31-Jährige gewann 1:23:27 Stunden 19 Sekunden vor seinem Landsmann Mathias Flückiger, der im Sprint den Franzosen Jordan Sarrou (Fra) bezwang. Manuel Fumic wurde als bester Deutscher nur 32. (+4:35), allerdings nach einem Kettenriss direkt beim Start.

 

 

Nino Schurter nutzte auf 1900 Metern über dem Meer bereits den ersten Downhill um der Konkurrenz davon zu fahren. Die entstandene Lücke nutzt er zu einem Solo, bei dem er seinen Vorsprung auf die Verfolger bis auf eine Minute ausbaut.

Erst in der Schlussrunde nimmt der Weltmeister etwas das Tempo heraus.

„Es ist jetzt schon eine perfekte Saison für mich, mit dem Cape Epic und jetzt drei Siegen. Es hat sicher auch damit zu tun, dass ich alles etwas gelassener sehe dieses Jahr“, kommentiert er seinen insgesamt 23. Weltcup-Erfolg.

 

Der zweite Platz ist hart umkämpft. Bisweilen sind zehn Fahrer gemeinsam unterwegs, ehe sich dann eine fünfköpfige Gruppe bildet, aus der Spanier David Valero (MMR) wegen Defekt zurückfällt.

Es ist schließlich Mathias Flückiger, der sich durchsetzen kann und sein bisher bestes Weltcup-Resultat von 2014 in Cairns einstellt. „Nino habe ich nie gesehen weil ich aus der dritten Reihe ins Rennen gegangen bin. Insofern ist das für mich heute ein Sieg, weil ich alle anderen geschlagen haben“, meint Flückiger „hochzufrieden“ zu seinem zweiten Platz.

In der letzten Runde hat er nur noch Jordan Sarrou als Konkurrent und den Franzosen kann er im Sprint bezwingen.

Manuel Fumic: “Zermürbend”

Weil Manuel Fumic bereits beim zweiten Pedaltritt die Kette reißt, haben die Deutschen nichts mit den Podiums-Plätzen zu tun. Fumic muss mit einer neuen Kette das Feld von hinten aufrollen und schafft es in der letzten Runde auch noch den Essener Ben Zwiehoff zu überholen.

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Kettenriss am Start: Manuel Fumic ©Erhard Goller

Als 32. (+4:35) erreicht er das Ziel, natürlich völlig enttäuscht. „Als die Kette riss, hatte ich ein Deja-Vu“, sagte er, dem bei den Olympischen Spielen ebenfalls in Runde der Antrieb gerissen war. „Ich weiß genau, dass meine Form eigentlich sehr gut ist, aber das zeigt sich nicht in den Resultaten. Das

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Endlich mal ins Ziel gebracht: Ben Zwiehoff ©Erhard Goller

empfinde ich gerade etwas zermürbend“, kommentierte Cannondale-Profi den Weg durch die hinteren Reihen.

„Es ist auf diesem Kurs natürlich schwierig nach vorne zu fahren. Du musst dir immer genau überlegen, wo du investierst und so viele Möglichkeiten gibt es nicht.“

Zwiehoff bringt es ins Ziel

Ben Zwiehoff kam als 34. mit 3:52 Minuten Rückstand ins Ziel. Damit war der 23-Jährige in seinem dritten Elite-Weltcup zufrieden. „Endlich habe ich es mal ins Ziel gebracht. Am Anfang ging es im Downhill nicht so gut, aber nach der zweiten Runde lief es dann“, erklärte der Bergamont-Fahrer.

Der Freiburger Moritz Milatz wurde 39. (+5:24). Von Platz 63 arbeitete er sich langsam aber sicher nach vorne und japste im Ziel nach Luft. „Für die Höhenlage bin ich ganz zufrieden“, meinte Milatz.

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