Weltcup Andorra: Yana Belomoina nicht zu stoppen – Adelheid Morath „gebremst“

FOTO |Da sah es noch richtig gut aus für Adelheid Morath: Sie liegt Anfang zweiter Runde an vierter Position vor Linda Indergand ©Erhard Goller

Die Ukrainerin Yana Belomoina hat beim dritten Weltcup in Andorra da angeknüpft wo sie in Albstadt aufgehört hat und in eindrucksvoller Manier ihren zweiten Weltcupsieg gefeiert. Belomoina gewann nach 24 Kilometern in 1:26:04 Stunden mit 1:37 Minuten Vorsprung auf Weltmeisterin Annika Langvad aus Dänemark und 1:56 vor Gunn-Rita Dahle-Flesjaa (Nor). Beste Deutsche war Helen Grobert auf Platz zehn (+4:18). Adelheid Morath wurde 13. (+5:00), hatte dabei aber großes Pech.

 

Yana Belomoina (CST Sandd American Eagle) hielt sich mit der Konkurrenz nicht lange auf. Die Weltcup-Führende fuhr der Konkurrenz bereits in Runde eins von sechs davon und baute ihren Vorsprung immer weiter aus.

Dahinter kämpften Annika Langvad und Gunn-Rita Dahle-Flesjaa um den zweiten Rang. Langvads erste Attacke wurde von der Rekordweltcupsiegerin noch mal neutralisiert, doch beim zweiten Angriff zwei Runden vor Schluss war die Entscheidung gefallen.

Möglicherweise hätte auch Adelheid Morath (Bikesportworld) da vorne mitmischen können. Doch die Freiburgerin hatte großes Pech. Sie lag an vierter Stelle, als in der zweiten Runde plötzlich die Hinterrad-Bremse versagte. Den daraus folgenden Sturz hätte sie wohl noch verkraftet, doch danach blockierte die Bremse das Hinterrad dauerhaft.

Erst im Ziel erkannte sie, warum sie permanent gegen einen Widerstand arbeiten musste. Mit diesem Handicap hatte sie natürlich keine Chance mehr.

„Ich habe mich die ganze Zeit gewundert, warum ich so langsam war. Es ist extrem ärgerlich, die Beine waren super, der Start auch“, kommentierte Morath, die im Zielsprint gegen Jolanda Neff auch noch den zwölften Rang abgeben musste.

Da sah es noch richtig gut aus für Adelheid Morath: Sie liegt Anfang zweiter Runde an vierter Position vor Linda Indergand ©Erhard Goller
Helen Grobert ging es vorsichtig an..©Erhard Goller

Helen Grobert war ihr Rennen bewusst verhalten angegangen. Aus der fünften Startreihe musste sie sich auf dem ersten Kilometer ohnehin erst einmal behaupten.

Nach einer Runde lag sie an 19. Stelle und hatte ihren Rhythmus gefunden. Unbeeindruckt von Attacken um sie herum, fuhr sie ihr fast stoisch ihr Tempo und arbeitete sich damit immer weiter nach vorne.

In der vorletzten Runde ging sie an Morath vorbei und eroberte schließlich ihr zweites Top-Ten-Ergebnis in dieser Saison.

„Ich wusste, ich muss die Ruhe bewahren und überholen wo es geht. Mir ging es gut hier, es ging von Tag zu Tag besser. Heute habe ich abgeliefert“, zeigte sie sich glücklich über ihr Ergebnis.

Hanna Klein (Superior Bikes) wurde 31. (+11:39) und verzeichnete damit ihr bestes Saisonresultat.

Gesamtwertung: Spitz und Morath punktgleich

In der Gesamtwertung führt Belomoina jetzt mit 640 Punkten vor Langvad (524) und Maja Wloszczowska (Kross Racing, 480) aus Polen, die Sechste wurde. Die Tages-Vierte Linda Indergand (Focus XC, 460) aus der Schweiz liegt auf Rang vier.

Sabine Spitz (Wiawis), die auf einen Start verzichtete, ist jetzt Sechste, punktgleich (320) mit Adelheid Morath, die ihren siebten Rang behalten konnte.

Helen Grobert liegt auf Platz 18 (+215).

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