Weltcup Cairns: Sprint mit Sprüngen – Gegenheimer optimistisch

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Paul van der Ploeg (2. von links) trägt am Freitag erstmals das Regenbogen-Trikot. Andy Eyring (3. von rechts) ist in Cairns nicht dabei ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion

Mit dem Eliminator Sprint wird am Freitag das Weltcup-Wochenende in Cairns eröffnet. Mit Sabine Spitz (Haibike) ist bei den Damen ein Neuling in dieser Disziplin am Start, bei den Herren will Simon Gegenheimer (Rose-Vaujany) da anknüpfen, wo er im Herbst aufgehört hat.

Das Weltcup-Wochenende beginnt am Freitag mit dem Eliminator Sprint. Sabine Spitz stellt sich zum ersten Mal im Weltcup in dieser Disziplin an den Start. Mit gedämpften Erwartungen. „Ich hatte eigentlich schon länger vor das zu versuchen. Ich werde hier nicht um Sieg und Medaillen mitfahren, aber mal sehen, wie es geht. Man sollte immer offen für Neues sein“, meint Spitz.

Mit weitaus größeren Ambitionen ist der Deutsche Sprint-Meister Simon Gegenheimer nach Australien gereist. Den letzten Sprint-Weltcup im vergangenen September in Hafjell hat der Remchinger gewonnen.

„Die Sprint-Strecke hier gefällt mir. Ich habe zwar nicht besonders auf den Sprint trainiert, aber das habe ich letztes Jahr auch nicht“, so Gegenheimer. Der Kurs ist technisch anspruchsvoll und mit Sprüngen versehen. „Unter zwei Meter kann man die gar nicht springen“ meint Gegenheimers Teamkollege Steffen Thum, der eigentlich als Betreuer mitgekommen ist. „Aber warum soll ich nicht mitfahren. Auch das Cross-Country-Rennen will ich zum Training mitbestreiten“, so Thum.

Es sind zwar nicht viele Fahrer auf der Startliste (18), die Besten der Welt, wie Daniel Federspiel (Ötztal-Scott) oder Thomas Litscher (Multivan-Merida) sind aber fast alle da. Vize-Europameister Miha Halzer und der WM-Dritte Catriel Soto fehlen.

Regenbogen-Jersey mit Handicap
Weltmeister Paul van der Ploeg (Giant Australia) will im Heimatland natürlich auftrumpfen. Der Mann aus Tasmanien hat mit seinem zweimal operierten Schlüsselbein aber immer noch ein kleines Handicap. „Ich muss ein bisschen vorsichtig sein, aber eigentlich geht es mir gut“, so van der Ploeg. Er tritt zum ersten Mal überhaupt im Regenbogen-Jersey an.

Auch Julian Schelb (Multivan-Merida) und Markus Schulte-Lünzum wagen einen Start in der jungen Disziplin. Bei Damen steht auch noch U23-Fahrerin Helen Grobert von Focus XC auf der Startliste. Sie hat auch schon bewiesen, dass sie einen guten Sprint fahren kann.

Sprint-Vizemeister und WM-Fünfter Andy Eyring (Hayes-Bergamont) ist nicht nach Australien geflogen, nachdem ihm in Südafrika das Bike gestohlen wurde.

Erstmals sind die Qualifikation und Final-Läufe beim Eliminator Sprint zeitlich deutlich getrennt. Um 1 Uhr Mittel-Europäischer Sommerzeit beginnt die Qual, die Finals starten erst um 8 Uhr.