Weltcup Lenzerheide: Hattrick für Jenny Rissveds im U23-Rennen – Majlen Müller auf 15

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Bestes Karriere-Ergebnis: Ramona Forchini wird Zweite ©Erhard Goller

Die Schwedin Jenny Rissveds hat zum Abschluss des Weltcup-Wochenendes in Lenzerheide den Hattrick in der U23-Kategorie komplett gemacht. Die Scott-Oldo-Fahrerin gewann 32 Sekunden vor Ramona Forchini, die ihr bestes Weltcup-Ergebnis notierte und 53 Sekunden vor der Italienerin Lisa Rabensteiner. Die Deutsche Vize-Meisterin Majlen Müller (Fujibikes-Rockets) wurde 15.

Das nackte Ergebnis fand Majlen Müller „okay“, aber insgesamt war sie mit dem Verlauf nicht ganz glücklich. Als Zehnte kam sie aus der ersten Runde, doch dann registrierte sie „Beine, die sich ganz komisch anfühlten“. Als Folge büßte sie fünf Positionen ein, bevor es wieder besser ging.

Dann stellten sich aber Unterleibs-Schmerzen ein und es fiel ihr schwer wieder einen höheren Rhythmus zu gehen. „Das hatte ich noch nie, kann ich mir nicht erklären. Aber es hat zum Ende wieder nachgelassen“, so Müller. So konnte sie wenigstens ihren 15. Rang (+8:01) behaupten, was immerhin ihr bisher bestes U23-Weltcup-Ergebnis ist.

Als 16. erreichte Sarah Bauer (+9:58) das Ziel. Für die Umstände war das für die Nürtingerin vom Team Superior Mio-Wildschönau eine positive Überraschung. Aus dem Grundlagen-Training heraus war Bauer an den Start gegangen, ohne Höhenvorbereitung.

Dass die Startrunde so nicht gut gelingen konnte, war klar. Als 24. kam sie aus den ersten knapp vier Kilometern. Bauer lachte. „Stimmt. Aber danach hat es richtig Spaß gemacht, war voll geil“, sagte die Junioren-WM-Dritte von 2013.

Jenny Rissveds lag knapp vor Alessandra Keller in Führung, als es der Schweizerin in er zweiten Runde den Reifen vom Hinterrad zog. Sie musste das Gummi von der Felge ziehen und fiel auf Rang acht zurück.

Ihre Teamkollegin übernahm hinter Lisa Rabensteiner Rang drei und hatte noch ein großartiges Finish im Köcher.

„Heute ist es super gelaufen. Ich konnte zum Schluss noch mal aufs Gas drücken und als ich Lisa gesehen habe, dachte ich: das geht jetzt auch noch“, erklärt sie lachend.

Für Rissveds war keine Konkurrentin mehr übrig geblieben und so fuhr sie nach den Siegen in Nove Mesto und Albstadt souverän zum Hattrick.

Alessandra Keller fuhr von Rang acht eine Aufholjagd, die aber in der sechsten und letzten Runde zu Ende ist. Dann bekommt sie Krämpfe und muss mit Rang fünf (+1:36) leben, nachdem sie von der Britin Alice Barnes noch hauchdünn abgesprintet wird.

Lena Putz (Genesis-Entireinfra) gab das Rennen auf, nachdem sie bis auf Platz 17 zurückgefallen war. Sofia Wiedenroth (AMG-Rotwild) konnte nach ihrem Trainingssturz vom Samstag wie befürchtet nicht an den Start gehen.

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