Weltcup Mont Sainte Anne: Kathrin Stirnemann siegt im Eliminator– Spitz auf dem Podium

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Kathrin Stirnemann: Vom Schweizer Meistertrikot ins Weltcup-Leaderjersey ©Erhard Goller

Europameisterin Kathrin Stirnemann hat in Mont Sainte Anne im Eliminator-Wettbewerb den dritten Weltcupsieg ihrer Karriere gefeiert. Die Haibike-Fahrerin setzte sich im Finale gegen Jenny Rissveds (Scott-Odlo) und Lisa Mitterbauer durch. Vierte wurde Andreane Lanthier-Nadeau aus Kanada. Die Deutsche Meisterin Sabine Spitz (Haibike) gewann das kleine Finale und stand damit in ihrem zweiten Weltcup-Sprint zum ersten Mal auf dem Podium.

Kathrin Stirnemann legte im Finale einen prima Start hin, wie eigentlich in allein ihren Läufen. Das war auf den 842 Metern in Mont Sainte Anne schon die halbe Miete. Als es in die erste Technik-Passage mit vier Anliegern hinein ging, da war Jenny Rissveds noch an ihrem Hinterrad. Unten war eine Lücke von fünf, sechs Metern da.

Am zweiten Anstieg kam die Schwedin etwas näher, doch über die lange Pumptrack-Passage zeigte Stirnemann ihre brillante Fahrkünste. Auf der Zielgeraden war die Lücke groß genug, um ausgiebig über ihren zweiten Weltcupsieg zu jubeln.

„Ich habe einfach versucht meine Linie zu fahren und dann war da plötzlich ein Loch. Super geil“, sagt Stirnemann strahlend. Dass sie – immerhin am Schweizer Nationalfeiertag – das Trikot der Schweizer Meisterin am kommenden Wochenende in Windham mit dem Weltcup-Leaderjersey tauschen muss, das fand sie fast „ein bisschen schade“.

Jenny Rissveds belegte Rang zwei, bleibt nach vier von sechs Sprint-Rennen in dieser Saison auf Platz drei hinter Alexandra Engen (Ghost Factory Racing), die ja eine Wettkampfpause einlegt.

Über Rang drei freute sich Lisa Mitterbauer (Feenstra Felt PB Kenda). Die Österreicherin war ein klein wenig überwältigt über ihr erstes Sprint-Podium. Am zweiten Anstieg überholte sie Lanthier-Nadeau. „Ich wusste, wenn, dann musst du es da machen und es ist sich ausgegangen. Das hat mich voll gefreut. Ich weiß noch gar nicht, was ich sagen soll“, meinte sie gerührt.

Stehvermögen bringt Sabine Spitz auf Rang fünf
Sabine Spitz komplettierte den Erfolg für ihr Haibike-Team mit Platz fünf. Die Startphase war für sie der Knackpunkt. Da kommt die 42-Jährige mit den halb so alten Konkurrenten nicht mit. Im Viertelfinale schaffte sie es nach zwei vergeblichen Versuchen auf der Zielgerade die Kanadierin Catherine Fleury doch noch ab zu sprinten.

Im Halbfinale wurde ihr dann zum Verhängnis, dass zwischen Lanthier-Nadeau und der kanadische Meisterin Elodie Bernier eine Lücke entstand, so dass auf der Zielgerade der Weg zu Position zwei hinter Jenny Rissveds zu weit war.

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Die Lücke zwischen den beiden Kanadierinnen verhindert, dass Sabine Spitz ins Finale einziehen kann ©Erhard Goller

Im kleinen Finale konnte sich Spitz dann wohl aufgrund ihres Stehvermögens durchsetzen. „Ich glaube nicht ich bin schneller geworden, sondern die Jungen langsamer“, lachte Spitz. Die Führende Adrienne Pichette sei „fast gestanden“, bevor es auf die Zielgerade gegangen sei.

„Ist doch nicht schlecht beim zweiten Sprint zum ersten Mal auf dem Podium“, freute sich Sabine Spitz über ihren Erfolg. Und im Blick auf das sonntägliche Cross-Country-Rennen: „Beim Weltcup in Cairns hat das auch gut hingehauen. Ich werde am Samstag auf der Strecke nur noch ein paar Technik-Passagen anschauen.“

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