Weltcup MSA: Ben Zwiehoff im U23-Rennen auf Rang acht

 Ben Zwiehoff_jump_MSA_acrossthecountry_mountainbike_by Goller
Bestes U23-Weltcup-Resultat: Ben Zwiehoff ©Erhard Goller

Beim Mountainbike-Weltcup in Mont Sainte Anne hat Staffel-Europameister Ben Zwiehoff im U23-Rennen den achten Rang belegt. Der Essener erreichte das Ziel 4:28 Minuten nach dem Franzosen Titouan Carod, der in 1:15:18 Stunden seinen ersten U23-Weltcupsieg feierte. Martin Frey und Christian Pfäffle wurden 16. und 17.

Ben Zwiehoff fuhr in Kanada ein ähnliches Rennen wie schon bei der U23-EM. So richtig fit fühlte er sich allerdings nicht. „Ich habe noch mit dem Jetlag zu kämpfen und fühle mich müde. Es war etwas zäh bei mir“, bekannte Zwiehoff.
So versuchte er nichts übers Knie zu brechen, reihte sich um Position zehn ein und fuhr ein gleichmäßiges Rennen. Mit dem Schweizer Marcel Guerrini meist im Schlepptau, verbesserte er sich in der zweiten Runde auf Rang acht und behielt die Position.
„Ich denke, ich bin ein konstantes Rennen gefahren. Erfreulich war, dass ich auf dieser schweren Strecke fehlerfrei durchgekommen bin. Das war für mich wichtig, nach dem Debakel von Nove Mesto, als ich gar nicht klar gekommen bin. Heute hat es Spaß gemacht“, kommentierte Zwiehoff sein Rennen.

Pfäffle mit Defekt, Frey mit Konzentrationsproblemen
Martin Frey erwischt einen guten Start und fährt zwischen Platz 13 und 15. In der dritten von sechs Runden verliert er allerdings etwas die Konzentration. „Ich musste an ein paar Stellen absteigen und laufen. Als ich dann Cola getrunken habe, ging es wieder besser“, so der Bad Uracher. Er ärgerte sich im Ziel allerdings, dass er Platz 15 und damit eine B-Norm für die WM um vier Sekunden verpasste (+7:11).
Seinen Angriff auf diese Position wehrte der Franzose Maxime Urruty am höchsten Punkt der Strecke ab. „Ich habe alles investiert, war schon an seinem Hinterrad, aber er hat noch mal angezogen und ich bin vor dem Singletrail nicht vorbei gekommen“, so Frey.

Kurz zuvor hatte Christian Pfäffle eine Attacke gestartet, doch der Neuffener kam nicht vorbei und musste stattdessen vom Rad und laufen. Damit war auch für ihn die Chance auf Rang 15 dahin. Er erreichte das Ziel auf Platz 17 (+7:26).

In der drei Kilometer langen Startrunde lief es bei Pfäffle noch nicht rund. „Ich konnte mich noch nicht richtig konzentrieren“, bekannte er. So lag er nur an 37. Stelle, fuhr dann aber kontinuierlich nach vorne und war bei Hälfte der Distanz bereits an 15. Position dran, als er einen Hinterrad-Defekt beheben musste.
„Wenn auch die erste Runde gut läuft und ohne Defekt, müsste eigentlich ein Top-Ten-Resultat drin sein. Zumindest war es schon viel besser als bei der EM“, so Pfäffle.

Lukas Baum (Neustadt/W.) wurde 20. (+9:22), Georg Egger belegte Rang 22 (+9:22), nachdem er seit drei Tagen an Magen-Darm-Problemen laboriert hatte.

Rodriguez übernimmt Weiß – Forster muss aufgeben
Titouan Carod gewann sein erstes U23-Weltcup-Rennen, nachdem er seinen erst mal führenden Landsmann Viktor Koretzky in der vierten Runde wieder überholen konnte. Der verlor seinen zweiten Rang auch noch an den Amerikaner Howard Grotts (+0:26). Koretzky hatte eine Minute Rückstand.
Vierter wurde Pablo Rodriguez aus Spanien, der das weiße Leaderjersey vom Schweizer Lars Forster übernahm.
Forster wagte zwei Wochen nachdem er sich die Schulter ausgekugelt hatte, einen Start. Als er an achter Stelle liegend einen Sturz hatte, fiel er auf Rang 14 zurück und verlor weiter an Boden. In der vierten Runde stieg er aus.

Ergebnisse