Weltcup Windham: Sprint-Premieren-Sieg für Soto – Gegenheimer knapp geschlagen

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Finish im Finale von links: Fabrice Mels, Catriel Soto und Simon Gegenheimer ©Erhard Goller

Rose-Vaujany-Fahrer Simon Gegenheimer in Windham hat die Wiederholung seines Sprint-Sieges von Mont Sainte Anne nur knapp verpasst und ist hinter dem Argentinier Catriel Soto (MMB) Zweiter geworden. Der WM-Dritte gewann sein erstes Weltcup-Rennen vor dem Remchinger und dem Weltcup-Führenden Fabrice Mels (Salcano-Alanya), sowie Europameister Daniel Federspiel.

Die Final-Besetzung war identisch mit der vom vergangenen Freitag in Mont Sainte Anne. Der Qualifikations-Schnellste Catriel Soto übernahm die Führung, während Daniel Federspiel („im Finale war tote Hose“) schlecht weg kam.

Gegenheimer kam in den Windschatten von Soto und aus seiner Sicht lief alles nach Plan. „In dem Anstieg haben mich alle am stärksten gesehen und da habe ich mich ziemlich sicher gefühlt. Doch Soto ist ziemlich weit links über die Steinstufe und ich musste noch weiter links. Dadurch war der Anstieg ein bisschen schwer“, erklärte Gegenheimer.

Bevor es über die Kuppe in die Abfahrt ging, kam er fast noch mal heran – aber eben nur fast. „Da waren die Beine einfach zu“, bekannte Gegenheimer. Auf der Schotter-Zielgerade ließ sich Soto seinen ersten Sieg nicht mehr nehmen.
Gegenheimer musste noch den Angriff von Fabrice Mels abwehren, tat das aber erfolgreich. Enttäuscht war er nicht. „Ich bin voll zufrieden“, konstatierte Gegenheimer.

In der Gesamtwertung bleibt er vor dem letzten Rennen in Meribel in zwei Wochen auf Rang vier, das Top-Quartett ist allerdings enger zusammen gerückt und im Finale ist noch alles möglich.

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Nach dem Finale: Soto jubelt, Gegenheimer leidet – aber nicht lange. ©Erhard Goller

Pfäffle und Thum im Achtelfinale raus
Der Kurs war eher langweilig gesteckt und die Zielgerade zu kurz um ein echtes Sprint-Finish heraus zu fordern. Dass am Ende die gleichen Fahrer im Finale waren, wie in Mont Sainte Anne, spricht allerdings für sich. Weltmeister Paul van der Ploeg (Giant Australia) gewann das kleine Finale vor Emil Lindgren (Giant Pro XC)

Christian Pfäffle (Lexware Mountainbike Team) und Steffen Thum (Rose-Vaujany) schieden im Achtelfinale aus. „Wenn jemand einen Kurs stecken wollte, der mir überhaupt nicht liegt, dann hat er es hier geschafft“, meinte Pfäffle etwas sarkastisch.
Er wurde 25., während Thum, für den die Betreuer-Rolle für Gegenheimer ohnehin genauso wichtig ist, am Ende als 21. gewertet wurde.

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