Weltrangliste: Neues Outfit, neue Leaderin

FOTO | Neue Weltranglisten-Erste: Yana Belomoina ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion

Die aktualisierte Weltrangliste offenbart nach dem Weltcup in Andorra ein neues Gesicht, zumindest bei den Damen: Während Nino Schurter (Scott-Sram) dem Rest enteilt ist, hat Yana Belomoina (CST Sandd American Eagle) nach ihren zwei Weltcupsiegen Jolanda Neff (Kross Racing Team) als Nummer Eins abgelöst. Und alles kommt in einem neuen Outfit daher: Der Radsport-Weltverband UCI hat auf seiner Website jetzt auch das Ranking einem Relaunch unterzogen. In der Tiefe gibt es aber noch Ungereimtheiten.

 

Zwei Faktoren haben die Ablösung von Jolanda Neff durch Yana Belomoina an der Spitze der Weltrangliste bedingt. Erstens hat die Schweizerin selbst nicht das Ergebnis-Niveau aus dem Vorjahr und zweitens fährt Belomoina ein hervorragendes erstes Halbjahr. Nicht nur wegen der Weltcupsiege in Albstadt und in Andorra.

So kletterte sie als erste Ukrainerin in der Geschichte zum zweiten Mal nach 2016 an die erste Stelle der Weltrangliste, während Jolanda Neff hinter Teamkollegin Maja Wloszczowska auf Position drei zurückfiel.

Dahinter tauschten Annika Langvad (Specialized Racing, 5.) und Linda Indergand (Focus XC), die jetzt an vierter Stelle geführt wird, die Plätze.

Sabine Spitz (Wiawis) verlor durch ihren Startverzicht gleich fünf Positionen und liegt jetzt an elfter Stelle.

Schurter mit großem Vorsprung

Weil auch bei den Herren Manuel Fumic (Cannondale Factory Racing) nur 13. (-1) ist, gibt es aktuell gar keinen deutschen Mountainbiker in den Top-Ten.

Nino Schurter wird vermutlich auf absehbare Zeit die Nummer eins bleiben. 520 Punkte beträgt jetzt sein Vorsprung auf den verletzten Julien Absalon (BMC Racing), der seine Cross-Country-Karriere am Ende der Saison ja ohnehin beenden will.

Dessen französischer Landsmann Maxime Marotte (Cannondale Factory Racing) bleibt 157 Zähler dahinter Dritter vor Jordan Sarrou (BH-Sr Suntour-KMC) als nächstem Franzosen. Mit Stephan Tempier (Bianchi-Countervail) auf Position fünf wird das französische Quartett komplettiert.

 

Zahl der erfassten Sportler steigt

Die Zahl der Sportler, die in der Weltrangliste mit mindestens einem Punkt erfasst wird, steigt übrigens an. Bei den Herren werden aktuell 1711 Fahrer geführt, vor einem Jahr waren es 100 weniger, vor zwei Jahren knapp 200 weniger.

Bei den Damen ist es ähnlich. Die haben die 1000er-Marke jetzt überschritten.

Ob das gleichbedeutend mit einer weltweit gestiegenen Anzahl an Cross-Country- und Marathon-Fahrern ist, lässt sich daraus aber noch nicht zwingend ableiten. Ein schlechtes Zeichen für den Sport ist es aber auf jeden Fall erst mal nicht.

Data-Projekt zur Verbesserung der Schnittstellen

Die Weltrangliste hat vergangene Woche ein neues Layout bekommen. Dahinter steckt der zweite Schritt des „UCI DataRide project“, wie man es intern nennt. Damit soll die Schnittstelle zu den Kommissären und den Zeitmess-Unternehmen automatisiert werden und der eine oder andere Ablauf verbessert werden. Auch die gesamten Karriere-Resultate eines Sportlers soll darüber verfolgt werden können.

Aktuell funktioniert bei den Mountainbikern der Rückgriff nur bis 2010, dann spuckt das System anstatt der Cross-Country-Liste ein Marathon-Ranking aus.

Die UCI Weltrangliste