Willingen-Marathon: Stiebjahn siegt im Sprint vor Teamkollege Huber

FOTO | Die Top Drei in Willingen von links: Sascha Weber, Simon Stiebjahn und Urs Huber ©Henning Angerer

Bei Simon Stiebjahn läuft’s weiter bestens. Nach Platz zwei beim Bundesliga-Rennen in Gedern triumphierte der Bulls-Fahrer beim 130 Kilometer langeMarathon im Rahmen des Ziener Bike-Festivals in Willingen und feierte im Sprint nach 5:22:54 Stunden seinen ersten Saisonsieg. Dritter wurde Sascha Weber. Bei den Damen gewann dessen Teamkollegin, die Niederländische Meisterin Hielke Elferink (Craft-Rocky Mountain).

 

Im Sauerland entstand über die 130 Kilometer-Strecke eine Spitzengruppe, zu der neben Simon Stiebjahn auch seine beiden Bulls-Teamgenossen Urs Huber (Schweiz) und Tim Böhme (Frankfurt/M.) gehörten.

Böhme und der Däne Sören Nissen mussten abreißen lassen, und auf der zweiten von drei Runden auch der Straßenfahrer Christian Mager und der Marathon-DM-Dritte Peter Hermann.

Übrig blieb ein Trio, zu dem außer Huber und Stiebjahn auch der Freiburger Sascha Weber gehörte. Weber hielt sich zurück, so dass sich Stiebjahn rund 15 Kilometer lang an die erste Position setzte und das Tempo machte. Rund zehn Kilometer vor dem Ziel bekam Sascha Weber Probleme, so dass sich Stiebjahn von seinen beiden Gefährten lösen konnte.

Huber hielt sich erst mal zugunsten von Stiebjahn zurück, als der Eidgenosse jedoch bemerkte, dass Weber Probleme hat, zog er an dem Vize-Europameister von 2015 vorbei und schloss zu Stiebjahn auf.

So kam es zum Sprint der beiden Bulls-Fahrer. „Weil andere Fahrer von anderen Distanzen auf der Strecke waren, wurde der Sprint nach 5:22:54 Stunden etwas hektisch und ich war am Ende der Glücklichere“, erzählte Stiebjahn die Geschichte zu Ende. Weber wurde mit 4:45 Minuten Rückstand Dritter. „Es läuft gerade sehr gut. Jetzt muss ich konzentriert weiterarbeiten, dann wird das was bei der WM in Singen.“

Urs Huber nahm die knappe Niederlage sportlich: „Das Wichtigste ist natürlich, dass einer von unserem Team gewonnen hat. Wir haben gesagt, dass der Stärkere gewinnen soll. Am Anfang des Sprints war ich noch in der besseren Position, habe dann aber nicht voll durchgezogen. Ich bin auch nicht so der Sprinter; aber Stiebi hat verdient gewonnen“, so Huber, der nach 2009 und 2010 bereits zum dritten Mal Zweiter wurde.

Elferink dominiert Damenfeld

Bei den Damen konnte Titelverteidigerin Hielke Elferink (NED) ihren Vorjahressieg in beeindruckender Manier wiederholen. Sie, die bereits vor drei Wochen beim europäischen Saisonauftakt am Gardasee triumphiert hatte, bewältigte die lange Distanz in 6:50.21,84 Stunden und verwies damit Katrin Schwing (GER), Teamleaderin des gleichnamigen Rennstalls und Siegerin von 2013 mit mehr als 12:30 Minuten Vorsprung auf Platz zwei (7:02.51,94).