Wine2Whales#2: Etappensieg für Giger/Looser – Fröhlinger/Bauer fallen zurück

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Konny Looser und sein Partner Fabian Giger gewannen die zweite Etappe. Für Markus Bauer (dahinter in Rot) und Johannes Fröhlinger lief es am zweiten Tag nicht ganz so gut. ©Volume Photography Tobias Ginsberg

Das Schweizer Duo Fabian Giger und Konny Looser (Kross/BiXS) hat auf der zweiten Etappe des Wine2Whales in Südafrika im Sprint gegen Christoph Sauser/Sam Gaze (Specialized Racing) den Tagessieg geholt. Johannes Fröhlinger und Markus Bauer (Giant Alpecin-Kreidler) konnten ihren Achtungserfolg vom Vortag nicht ganz wiederholen und büßten schon im ersten Drittel des Rennens über 64 Kilometer mit Start- und Ziel in Oak Valley entscheidend ein. Junior Vinzent Dorn stürzte und brach sich das Schlüsselbein.

 

Es waren Konny Looser und Fabian Giger, die von Beginn an versuchten die Konkurrenten los zu werden, vor allem Christoph Sauser und Sam Gaze. Nach dem doppelten Defekt am ersten Tag wollten die beiden Eidgenossen den Auftaktsiegern möglichst Zeit abnehmen.

Immer wieder wurden Lücken gerissen, die aber durch die Power von Gaze und der Routine von Sauser von den Gesamtführenden wieder geschlossen wurden.

Während der Rest der Konkurrenz sukzessive den Anschluss verlor, kam es zwischen diesen beiden Paarungen zum Sprint, den Looser und Giger gewinnen konnten.

„Es war Jojo von Anfang an, wir haben versucht sie abzuhängen, aber es ist uns nicht gelungen. Am Ende sind wir froh, dass wir die Etappe gewinnen konnten“, erklärte Looser im Twitter-Interview.

Tages-Dritte wurden Hendrik Kruger und Johann Rabie (Team Telkom). Sie verloren den zweiten Gesamtrang an Looser und Giger, die 1:45 Minuten hinter Sauser und Gaze liegen, bevor es am Sonntag in die letzten 69 Kilometer von Oak Valley nach Hermanus geht, wo an den Atlantik geht.

 

Fröhlinger früh am Limit

Markus Bauer und Johannes Fröhlinger mussten bereits in der Anfangsphase kapitulieren. Sie versuchten mitzufahren, doch Straßenprofi Fröhlinger kam bei seinem zweiten MTB-Rennen nicht mit, da es zu Beginn um viele Ecken ging. „Durch das ständige Sprinten war ich früh am Limit. Gestern war es einfacher für mich, als es am Anfang konstant den Berg hoch ging“, erzählte Fröhlinger im Interview bei Oliver Munnik.

„Wir haben dann keinen Stress gemacht“, erklärte Markus Bauer gegenüber acrossthecountry. „Die letzten 20 Kilometer sind wir dann wieder zügig gefahren, aber da war das Kind natürlich schon in den Brunnen gefallen.“ Heißt: Der Zug an die Spitze war abgefahren.

 

Vinzent Dorn: Ein blöder Sturz bringt das Aus

Mehr Sorgen als um den achten (oder siebten) Tagesrang machte sich Markus Bauer jedoch um Vinzent Dorn. Vom Kirchzartener Junior vom Team Freiburger Pilsner-AfK, der für das Team Contego mit dem Südafrikaner Adriaan Louw am Vortag starker Achter geworden war, wurde über die sozialen Netzwerke ein Foto kommuniziert, das ihn, mit der linken Hand an der rechten Schulter, am Streckenrand sitzend zeigt.

Offenbar war der DM-Dritte gestürzt, doch weitere Nachrichten gab es im Ziel erst mal nicht. Gegenüber acrossthecountry.net bestätigte Dorn jedoch Stunden später den ersten Verdacht: Schlüsselbeinbruch. „Es war ein blöder Sturz. Es ging einen breiten Weg runter und ich bin dann in einer leichten Rechtskurve bei zirka 50 bis 60 Stundenkilometern weggerutscht“, berichtete Dorn.

Immerhin, es ist ein nahezu glatter Bruch, so dass nicht operiert werden muss. “Schade ist es trotzdem, Adriaan und ich lagen in aussichtsreicher Position”, so Dorn. Für Louw war es das letzte Rennen als Profi, umso mehr bedauert Dorn das vorzeitige Ende.

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Vinzent Dorn am Streckenrand: Sieht nach Schlüsselbeinbruch aus und war es dann auch. ©Wine2Whales/Twitter

Karl Platt braucht ein Bier

Das Bulls-Duo Karl Platt und Simon Stiebjahn lässt es nach fünf Wochen Trainingspause ruhig angehen. „Unter hoher Belastung trainieren und nicht kaputt fahren“, sei das Motto, so Stiebjahn. Dass er „zum ersten Mal in meinem Leben“, am zweiten Tag jedoch nach den ersten beiden Damen-Teams das Ziel erreichte, war Karl Platt dann aber doch nicht ganz recht. „Jetzt brauche ich erst mal ein paar Bier“, lachte der Osthofener.

Auch die Damen sprinten um den Etappensieg

Das Rennen der Damen war ein Stück weit ein Spiegelbild dessen der Herren. Auch hier kamen die beiden ersten Teams in Oak Valley gemeinsam zum Finish und auch hier verteidigten die Auftakt-Sieger mit Platz zwei ihren Vorsprung in der Gesamtwertung.

Ariane Kleinhans und Cherie Vale (Schweiz/Südafrika) vom Team Spur gewannen den Sprint vor Robin de Groot/Jennie Stenerhag (Ascendis Health), die aber ihre gut drei Minuten Vorsprung vom ersten Tag konservieren konnten.

Candice Neethling und Vera Adrian (Dormabaka Time Freight) wurden Tagesdritte.

 

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