WM Cairns Notizen(1): Jolanda Neff weiter mit Vorsicht unterwegs

FOTO | Jolanda Neff: Die linke Schulter muss weiter geschont werden ©Thomas Weschta/EGO-Promotion

Jolanda Neff ist am Mittwoch zum ersten Mal Staffel-Weltmeisterin geworden. Doch die neunfache Weltcupsiegerin ist nach wie vor mit einem Handicap unterwegs. Die Schulter, die sie sich bei einem Trainingssturz bei den Europameisterschaften in Italien verletzt hat, ist nach wie vor nicht voll belastbar.

 

Der Supertechnikerin Jolanda Neff bleibt auch bei der WM nichts anderes übrig, als an der einen oder anderen Stelle die einfachere B-Linie zu nehmen. Ruckartige Stöße wären ein Risiko, erklärte Neff gegenüber acrossthecountry.net. Das Acromio-Clavicular-Gelenk, mit dem Schulterblatt und Schlüsselbein verbunden sind, hatte sich bei dem Sturz verschoben (Luxation) könnte sich wieder verschieben.

„Es wäre dumm, da jetzt was zu riskieren. Ich mache was möglich ist, aber ich muss noch Geduld haben.“ Sechs bis acht Wochen benötige diese Verletzung, bis das Gelenk wieder stabil ist. Sechs sind jetzt vorbei, aber eben noch nicht acht und daher bleibt ein Restrisiko.

Beim ersten Training auf der Strecke sei sie grundsätzlich die B-Linien gefahren. „Dann habe ich mich an ein paar Stellen noch an die schnellere Linie herangetastet, aber ich muss weiter vorsichtig sein“, so Neff. Hasardieren, so wie man es von ihr zum Teil kennt, das ist momentan nicht drin.

Überhaupt sei sie seit dem Sturz von Darfo Boario Terme Ende Juli nur bei Swiss Bike Cup in Muttenz und dann im Val di Sole auf dem Mountainbike gewesen. „Normalerweise fahre ich fast nur Mountainbike, aber jetzt versuche ich halt im Training das Risiko so klein wie möglich zu halten und die Schulter zu schonen“, sagt sie. „Das Gefühl für das Bike ist deshalb auch noch nicht wieder dasselbe.“