WM Hafjell / U23 Herren: Julian Schelb Siebter – van der Heijden neuer U23-Weltmeister

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Julian Schelb auf dem Weg nach vorne ©Erhard Goller


Der Niederländer Michiel van der Heijden hat sich in Hafjell, Norwegen den Titel des U23-Weltmeisters geholt. Silber ging an U23-Europameister Jordan Sarrou (Frankreich) vor dem US-Amerikaner Howard Grotts. Der Münstertäler Julian Schelb belegte Rang sieben.

Julian Schelb kämpfte viereinhalb von sechs Runden um eine Medaille, doch am Ende verließen den Vize-Weltmeister des vergangenen Jahres die Kräfte. Der Schwarzwälder war das Rennen besonnen angegangen und fuhr lange Zeit mit knapp 30 Sekunden Rückstand auf die Spitze.
Dabei verbesserte er sich langsam von Platz 15 bis auf Rang vier und als Jordan Sarrou durch einen Plattfuß einen Stopp einlegen musste, war Julian Schelb vorübergehend Dritter.

Doch der U23-Weltcup-Gesamtsieger schloss gleich wieder auf und in einem längeren Anstieg ließ er Schelb zurück. Der konnte auf seinem Full-Suspension-Bike am Berg nicht mithalten, fuhr aber schneller bergab. So blieb er in Schlagdistanz, auch zum Tschechen Jan Vastl, der noch an zweiter Position unterwegs war.
An einem Messpunkt hatte Schelb nur noch 18 Sekunden Rückstand, doch der entscheidende Schritt nach vorn blieb aus.

„Ich habe nicht überzogen, sondern bin einfach mein Rennen gefahren. Ich habe lange um die Medaillen gekämpft und habe alles probiert. In der letzten Runde habe ich mich in einer technischen Passage bergauf noch mal verhaspelt und zwei Plätze verloren“, erklärte Schelb. „Klar, jetzt steht Platz sieben, aber das Rennen war besser als die Platzierung aussieht.“

Im Kampf um Gold zog Michiel van der Heijden weg, nachdem Sarrou seinen Defekt hatte. Sarrou überholte Vastl und sicherte sich Silber, während Grotts mit einer starken Aufholjagd in der Schlussrunde noch von Platz sechs zu Bronze fuhr.

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Starke Vorstellung: Georg Egger ©Andreas Dobslaff/EGO-Promotion

Starkes Rennen von Georg Egger – Pech für Martin Frey
Georg Egger aus Gessertshausen fuhr ein starkes Rennen, das er auf Rang 17 (+4:57) beendete. Damit war er nach Vastl, der Vierter wurde, zweitbester Vertreter des jüngsten Jahrgangs. „Ich hatte einen super Rhythmus und habe schon die ganze Woche gemerkt, es geht von Tag zu Tag besser. Mein Ziel war die Top 25, ich hätte nicht gedacht, dass es so gut geht.

Der Bad Uracher Martin Frey war auf Kurs Top-15, hatte aber zwei Defekte zu beklagen und wurde schließlich 25. (+6:31). Der erste Plattfuß kam zustande weil ein Konkurrent ihn zum Linienwechsel zwang und Frey deshalb über einen scharfkantigen Stein drüber musste.

Weil die technische Zone nicht weit war, kostete der Wechsel nicht viel Zeit. Er fuhr wieder an Georg Egger vorbei und lag auf Platz 18 als er im Downhill einen Fehler beging und sich beim Sturz sein Laufrad und seinen Sattel zerstörte, sowie den Lenker verdrehte.
„Klar, der zweite Defekt war mein Fehler. Dass trotzdem Rang 25 raus kommt, zeigt mir, dass es heute hundertprozentig zu Platz 15 gereicht hätte. Die Beine waren super“, so Martin Frey.

Christian Pfäffle wurde nach zwei Defekten an 57. Stelle eine Runde wegen Überrundungs-Gefahr aus dem Rennen genommen. Allerdings ging es für den Lexware-Fahrer auch schon vorher nicht gut. Er lag vor seinem ersten Defekt in Runde zwei nur an 41. Stelle.

Ergebnisse