Mathias Flückiger: Durch die Krise zu WM-Bronze

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Mathias Flückiger mit WM-Bronze um den Hals. ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion

Mathias Flückiger (Stöckli Pro) kam 2012 aus einem tiefen sportlichen Tal, verpasste die Olympia-Qualifikation und am Ende stand er in Saalfelden mit der Bronzemedaille um den Hals auf dem WM-Podium. In einem Interview auf ride.ch erzählt der 24-Jährige vom schwierigsten und gleichzeitig lehrreichsten Jahr in seiner noch jungen Karriere.

Es ist nicht alles Gold was glänzt. Bronzemedaillen sowieso nicht. Manche Bronzemedaillen glänzen aber mehr als Gold. Die um den Hals von Mathias Flückiger Anfang September 2012 in Saalfelden hatte ein besonderes Gewicht, weil eine Geschichte des Scheiterns dazu geführt hat.
Im Kopf des U23- Welt- und Europameister von 2010 trieben im vergangenen Frühjahr gar Gedanken ans Karriere-Ende ihr Unwesen. Fast depressiv sei er geworden, berichtet er im Interview, das in voller Länge auf ride.ch zu lesen ist.

Die Faszination Olympia hatte ihn im Winter erfasst. Er habe es „wohl übertrieben“ und sei schon mit Übertraining in die Saison gegangen. Dann kam nach dem ersten Weltcup in Pietermaritzburg auch noch eine Kollision mit einem Auto dazu. Die Gehirnerschütterung nahm er nicht ernst genug, sondern versuchte weiter zu trainieren.

Erst eine Auszeit und drei Wochen Freeriden in Finale Ligure haben ihn wieder in die Spur gebracht. Im Rückblick bezeichnet Mathias Flückiger das Jahr 2012 als „eines meiner erfolgreichsten Jahre“ und zwar ganz unabhängig von der WM-Medaille. Er verweist auf seine persönliche Entwicklung, die er durch die Krise in Gang gesetzt habe.

Jetzt versucht er die Lockerheit wieder zu finden, die ihn einst ausgezeichnet hat, bevor er Vollprofi wurde. Beim Stöckli Pro Team, zu dem er von Trek World Racing wechselte, ist er zum ersten Mal ohne seinen über vier Jahre älteren Bruder Lukas Flückiger (BMC Racing) unterwegs. Er bekennt, dass er ihn einerseits vermisst, es aber andererseits auch positive Herausforderung sei. In Albstadt war Mathias Flückiger kurze Zeit sogar in Führung, ehe ihn ein Kettenproblem zurückwarf.

Seine offene und authentische Art ermöglicht einen tiefen Einblick in seine Sportlerseele. Im Interview, das der Autor für ride.ch geführt hat, erläutert er auch, warum der Weg in ein Straßenteam trotz hoffnungsvoller Ansätze erst einmal versperrt blieb.
Hier lässt sich das nachlesen.