Swiss Bike Cup Gränichen: Verlängert Jolanda Neff ihre Super-Serie?

FOTO | Hat die vergangenen drei Jahre in Gränichen gewonnen: Jolanda Neff ©Erhard Goller

Erstaunliches lässt sich beim Blick auf die Meldelisten des Proffix Swiss Bike Cup in Gränichen feststellen: Die Liste der Damen ist länger als die der Herren. Angeführt werden die beiden Listen jeweils von den Weltranglisten-Ersten. Nino Schurter (Scott-Sram) und Jolanda Neff (Kross Racing) führen die Felder an. Neff hat  im Aargau eine Super-Serie zu verteidigen, an dem Ort, an sie zuletzt in der Schweizer Serie nicht ganz oben stand. 

 

15 Rennen lang ist Jolanda Neff im Swiss Bike Cup (bzw. BMC Racing Cup) ungeschlagen. Fünf 2014, fünf 2015, vier 2016 hat die 24-Jährige gewonnen und jeweils reichte das zum Gesamtsieg. Und im Mai folgte in Solothurn Nummer 15. Die Weste blieb sauber obschon es dort ziemlich dreckig war und der Sieg durch den Fehler von Sina Frei (jb Brunex-Felt) etwas glücklich zustande kam.

Jolanda Neff hat zwar nie alle Saison-Rennen der Schweizer Serie bestritten, aber alle bei denen sie am Start war, hat sie gewonnen. Seit dem 9. Juni 2013 in Gränichen, als die damals 20-Jährige hinter Adelheid Morath und Esther Süss Dritte wurde.

Danach kam noch die Station in Lenzerheide, an der sie auch gewonnen hat. Allerdings das U23-Rennen weil es die Schweizer Meisterschaften waren.

Ob die Serie am Sonntag in Gränichen  (12:45 Uhr) weiter bestehen bleibt? Rang drei beim Weltcup in Albstadt spricht dafür.

Allerdings hat sie mit Linda Indergand (Focus XC), Sabine Spitz (Wiawis) und Rebecca Henderson drei Konkurrentinnen, die in Nove Mesto oder/und Albstadt auch schon auf dem Podium standen. Und Alessandra Keller (Radon Factory Racing) eine, die an den Top-Fünf knapp vorbei schrammte.

Aus deutscher Sicht darf man auf Helen Grobert (Cannondale Factory Racing) gespannt sein, die in Albstadt nach einem Sturz eine Enttäuschung verkraften musste.

Duell Schurter-Flückiger: Zweiter Versuch?

Bei den Herren (15 Uhr) kommt es zum Aufeinandertreffen von Olympiasieger Nino Schurter und Mathias Flückiger (Radon Factory Racing). Nachdem das Duell in Albstadt durch den kapitalen Sturz von Flückiger nicht ausgefahren wurde, könnten sie den Faden noch mal neu aufnehmen. Schurter siegte 2016 in Gränichen, Flückiger ein Jahr zuvor.

Allerdings muss das nicht zu einem Duell zwischen diesen beiden Eidgenossen werden. Florian Vogel (Focus XC) wäre noch mal einer und der Franzosen Jordan Sarrou (BH-Sr Suntour-KMC) dürfte auch relativ lange mithalten können. Dann hätten wir da noch den Überraschungs-Dritten von Albstadt, Trek-Fahrer Anton Cooper und ein paar andere.

Christian Pfäffle (Möbel Märki) wird am Sonntag direkt aus dem Trainingslager in Livigno anreisen und fährt am Abend wieder dorthin zurück. Dass er in Gränichen überhaupt antritt dürfte auch was damit zu tun haben, dass das Team-Hauptquartier nur zehn Minuten entfernt in Hunzenschwil liegt, womit das vierte Saisonrennen um den Proffix Swiss Bike Cup ein Heim-Rennen ist.

54 Damen, 45 Herren, das sind nachgerade umgekehrte Verhältnisse. Um es korrekt zu rechnen, dann kommen natürlich noch mal 84 männliche U23-Fahrer dazu, die bei den Damen schon drin stecken. Bemerkenswert sind die Relationen trotzdem.

swiss-bike-cup.ch