Zwangspause: Max Brandl hat sich den Arm gebrochen

FOTO|Vorerst kein Jubel mehr auf dem Siegerpodest: Max Brandl ©Lynn Sigel/EGO-Promotion

Der „Canadian Trail“ vom Freiburger Kybfelsen ist der deutschen Nachwuchs-Hoffnung Max Brandl zum Verhängnis geworden. Der Lexware-Biker stürzte und brach sich dabei den Arm. Der Führende der U23-Bundesliga kann am Sonntag bei der zweiten Bundesliga-Runde in Gedern nicht antreten. Prognostizierte Wettkampf-Pause: Sechs Wochen.

 

Es ist die Speiche und leider nicht eine am Laufrad, sondern die im linken Arm, die sich Max Brandl gebrochen hat. Ein zwei bis drei Zentimeter langer Riss wurde im Röntgenbild entdeckt. Der U23-Nationalfahrer trainierte vergangene Woche im „Canadian Trail“, einem der bekannten Freiburger Singletrails. Alleine.

Es war nach Regenfällen rutschig und so geriet Brandl in einer Felspassage aus der Linie, überschlug sich und landete unsanft, vor allem auch auf dem Steißbein.

„Ich hatte richtig Glück, dass nur der Arm betroffen war“, sagt Brandl. Immerhin schaffte er es vom Kybfelsen noch selbstständig zurück.

Passiert ist das Ganze bereits vor einer Woche. „Ich wollte das nicht an die große Glocke hängen, aber jetzt muss ich natürlich erklären, warum ich beim Bundesliga-Rennen in Gedern nicht starte“, erläutert der BiketheRock-U23-Sieger. Und bei den folgenden beiden Weltcups in Nove Mesto und Albstadt auch nicht.

Sechs Wochen haben die Ärzte als Pause prognostiziert. So lange darf der Arm, der aktuell schön eingegipst ist, nicht belastet werden.Auf der Rolle und im Kraftraum kann er den Rest des Körpers weiter am Laufen halten.  Brandl hofft, dass es schneller geht und vielleicht vier Wochen Belastungspause ausreichen. Im günstigen Fall kann er dann bei seinem Heimrennen in Wombach am 18. Juni wieder antreten.

Sich gleich auf das Positive konzentriert

„Es ist schon schade, weil ich mir nach Heubach zugetraut habe, beim Weltcup ums Podest mitzufahren, vor allem auch in Albstadt. Aber ich denke, ich verliere nicht zu viele Trainingstage und vielleicht ist es für die WM sogar besser“, meint Max Brandl. Erst sei es schon deprimierend gewesen, aber er habe sich gleich auf das Positive konzentriert und mehr für die Uni gemacht.

Bundestrainer Peter Schaupp bedauert natürlich den vorübergehenden Ausfall des Junioren-Vizeweltmeisters von 2015. Aber auch er versucht der Verletzung einen positiven Dreh zu geben. „Max hat im Grundlagenbereich ohnehin noch Nachholbedarf. Wenn er jetzt trainiert anstatt Rennen zu fahren, könnte das langfristig von Vorteil sein“, meint Schaupp.